Führerscheinfalle STVO Novelle

Benzingespräche rund um das Motorrad und das Motorradfahren. Bitte keine technischen Probleme hier posten.

Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Supertyp » 01.05.2020, 19:04

Beiläufig zum Corona Wahnsinn wurde eine Novelle der STVO lanciert, die in normalen Zeiten eine Riesenwelle machen würde.
Mit dem üblichen Geseier von wegen Raser und Sicherheit wurden die Geschwindigkeitsgrenzen für hohe Bussgelder, Punkte und Fahrverbote derart abgesenkt, das viele von euch in den nächsten Monaten diese neuerliche Knechtung spüren werden.

Wer es noch nicht wissen sollte:

https://www.adac.de/verkehr/recht/verkehrsvorschriften-deutschland/stvo-novelle/

Wer etwas dagen tun will kann hier mitmachen:

https://www.openpetition.de/petition/online/fuehrerschein-falle-der-stvo-novelle-rueckgaengig-machen-2
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Presi » 01.05.2020, 22:49

Die Diskussion darüber war 2019, entschieden wurde das auch vor der Coronakrise.
Da hat das wieder kaum jemanden interessiert. Jetzt, nach Einführung (Veröffentlichung der Novelle im Bundesgesetzblatt am vergangenen Montag, Gültigkeit ab dem Tag darauf) ist es etwas spät, wenn man seine Meinung äußert.

Die Bußgelder für Geschwindigkeitsverstöße wurden btw gar nicht geändert, die Verwarngelder bei geringen Verstößen (bis 20km/h Überschreitung) aber verdoppelt - die waren aber zuletzt geringer als vor 25 Jahren, als ich den Führerschein machte. Inflationsbereinigt geht das in Ordnung.

Was eben reinhaut, ist das Parken und da erwarte ich auch baldige Demos/Streiks von Lieferanten, die ja legal gar nicht parken können, wenn sie ihren Job machen.

Am spürbarsten werden wohl die Fahrverbote bereits ab 21 km/h innerorts und 26 km/h außerorts zu schnell, schon beim 1. Verstoß. Also Tempo 30 in der verkehrsberuhigten Zone oder über 50 in einem Bereich, der vielleicht wegen Luftreinhaltung kürzlich auf 30 reduziert wurde: 1 Monat Fahrverbot.

Ich sehe das mit einem lachenden und weinenden Auge. Die Regelung ist immer noch sehr iiberal und man muss nicht wegen ein paar km/h zuviel um seine Existenz fürchten, aber sie wird möglicherweise zu weniger Geschwindigkeitsverstößen und mehr Regeltreue führen und damit auch zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Davon hat ja auch jeder was. Aber sicher kann eine kleine Unaufmerksamkeit gleich mal ein Fahrverbot nach sich ziehen...
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon chaosracer » 01.05.2020, 23:14

Blitzer.de würde praktisch gleichzeitig verboten. Reiner ist's Wurscht. Danke, René
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Pere » 02.05.2020, 06:52

Seltsame Auffassung des TOs: "Regeln sind mir egal, solange ich mir eine Übertretung leisten kann."

Ein wahrer "Provokatör" müsste dem Gesetzgeber doch geradezu dankbar sein für den zusätzlichen Kick, den er ihm mit dieser Novelle beschert. Stattdessen werden Zusammenhänge herbeifabuliert, die es nicht gibt und in gewohnter Manier über die Gesamtsituation lamentiert.

Also ehrlich - bei mir schleichen sich langsam Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieses Rangtitels ein.
Pere
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon CB-Tigger » 02.05.2020, 08:58

Nicht aufregen, Peter.
Provokatör heißt hier eigentlich, sich von jeder vermeintlichen Einschränkung der gefühlten persönlichen Freiheit vom pöhsen Staat provoziert und zum Widerstand aufgerufen zu fühlen...


Einen Aufreger hinsichtlich Verkehrssicherheit (oder eher Provokation??) wäre diese inzwischen umgesetzte Novelle wert:
https://www.spiegel.de/auto/aktuell/fue ... 72952.html

Dia KW- Regelung gilt nicht für E- Motorräder, die eine wesentlich höhere Leistung abrufen können. MIt dieser Lücke werden die Fahrzeuge gezielt von den Herstellern beworben.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon so-what » 02.05.2020, 09:45

Hey zusammen :-)
Deinen link (Tigger) kann ich leider nicht aufrufen ohne Anmeldung beim Spiegel. Worunm geht es da genau ?

Zu dem vorherigen: ich finde das Klasse - z.B.: Haltung von Hofkatzen ist bei mir unmöglich weil abends offenbar die geschlossene Ortschaft aufgehoben wird und gefühlt fast jeder durchbrezelt ... drei von den Tieren musste ich morgens direkt vor der Tür von der Strasse kratzen :-(((
Eine erlösen, halbtot in der Gosse - freie Fahrt für freie Bürger ... :wurg:

Ich gehöre nicht unbedingt zu den wirklich angepassten Menschen, aber meine Vernunft sagt mir, dass es nunmal Regeln braucht, damit viele Leute halbwegs Schadensfrei auf den Strassen unterwegs sein können/ müssen.
Bei so vielen Fahrzeugen auf so kleinem Gebiet ist das halt so !

P.S.: gibt genug andere schräge und absurde Gesetze über die man sich aufregen SOLLTE :D
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Maybach » 02.05.2020, 09:53

Servus Ina,

es geht im Spiegel-Artikel um die Möglichkeit, mit dem Autoführerschein zumindest kleinere Motorräder fahren zu dürfen.

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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Chickenmarkus » 02.05.2020, 11:06

Die Diskussion habe ich erst vorgestern mit meiner Familie geführt und bin dabei im Wesentlichen Presis Meinung:
Presi » 01.05.2020, 22:49 hat geschrieben:Ich sehe das mit einem lachenden und weinenden Auge. Die Regelung ist immer noch sehr iiberal und man muss nicht wegen ein paar km/h zuviel um seine Existenz fürchten, aber sie wird möglicherweise zu weniger Geschwindigkeitsverstößen und mehr Regeltreue führen und damit auch zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Davon hat ja auch jeder was. Aber sicher kann eine kleine Unaufmerksamkeit gleich mal ein Fahrverbot nach sich ziehen...

Die Verkehrsregeln sind dazu da eingehalten zu werden. Wer das nicht tut, gehört "angemessen" bestraft. Selbst jetzt würde ich noch die Angemessenheit anzweifeln, denn im Ausland sind die Strafen noch sehr viel höher. Daher hält sich dort jeder an die Regeln und das funktioniert sogar sehr gut. :up:

Der Menge an Regulationen im Straßenverkehr sollte man hingegen kritisch gegenüber eingestellt sein. Je nach Landkreis wird zum Teil jede einzelne Kurve signifikant durch Tempolimits ausgebremst, um direkt dahinter wieder voll durchzubeschleunigen. Auch auf der Autobahn wird das Tempolimit teils im 500m-Takt geändert. Wo ist da §3 Abs. 1 der StVO?
Genau deshalb bin ich auch gegen ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen. Hinter der aktuellen Anpassung der Strafen jedoch stehe ich voll und ganz. :ddaumen:
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Supertyp » 02.05.2020, 11:56

Mir persönlich sind die Bussgelder egal und die die Punkte Nebensache. Das Problem sind die absurd niedrigen Grenzen für Fahrverbote, darum "Führerscheinfalle", dadrum "Knechtung".

Die Petition startete am Dienstag dieser Woche und hat nun innerhalb von 4,5 Tagen 91000 Unterschriften bekommen. Das ist mehr als für die Aufhebung derCorona- Einschränkungen innerhalb der letzten 6 Wochen gesammelt wurde!
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Stjopa » 02.05.2020, 12:05

Schön, zu hören, dass es Sachen gibt, die die Menschen mehr aufregen, als die Corona-Einschränkungen.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon so-what » 02.05.2020, 13:23

cc Stjopa: über das mir hyperallergene Thema mit "C" am Anfang und "orona" am Ende mag ich mich nimmer aufregen sonst platze ich noch vor Wut.

Ich muss hinterher schliesslich noch vorhanden sein (BIP steigern um unseren Schuldenberg zu beseitigen etc. pp ... :P )

Posting automatisch zusammengeführt: 02.05.2020, 13:23

... asö- DAS ! maybach, mal sehen was schneller geht: Lockerungen im internationalen Reiseverkehr oder (technische) Umsetzung der Novelle :D


Wobei- wer weiss was aus den Befürchtungen wird, beim E- Roller wurde das wohl eher zu panisch beurteilt (oder krieg ich das als Landei nicht mit ?)
Zuletzt geändert von so-what am 02.05.2020, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Presi » 02.05.2020, 14:27

CB-Tigger » 02.05.2020, 08:58 hat geschrieben:Dia KW- Regelung gilt nicht für E- Motorräder, die eine wesentlich höhere Leistung abrufen können. MIt dieser Lücke werden die Fahrzeuge gezielt von den Herstellern beworben.

Meines Wissens gilt die 11KW-Grenze von Leichtkrafträdern und -rollern auch für elektrisch angetriebene, allerdings als Dauerleistung. Kurzfristig sind da einige schneller und v.a. hat man die ganze Power immer parat, nicht erst an der Spitze des Drehzahlbandes. Gegen die Zero bspw. wirkt ein kleinhubräumiger Verbrenner wohl wie ein Covid-19er mit beidseitiger Lungenentzündung.

BTT: Ich finde Supertyps Kritik durchaus verständlich und auch nicht ganz ungerechtfertigt:
Bisher konnte man bspw. außerorts einmalig im Jahr 40km/h zu schnell fahren (also beim zu schnellen Fahren erwischt werden) und behielt seinen Führerschein. Jetzt ist er bei 26 weg. Innerorts von 31 auf 21.
Das ist nicht nur für den normalen Baustellenraser ein Risiko, hier wird es wohl zu einem insgesamt etwas niedrigeren Geschwindigkeitsniveau kommen.

Ich erinnere mich noch an die "schnellen Gruppen" bei Forumstreffen, wo "20+" angegeben wurde - das ist nun am Rand zum Führerscheinverlust, hier wird sich bei diesen Leuten wohl eher "10+" durchsetzen, denke ich.

Aber gerade seitdem ich viel Leichtkraftrad fahre, merke ich, wie schnell man mal eben überholt wird, meins wird wohl nicht selten für einen lahmen Roller gehalten:
Da fahre ich bspw. am Dienstag mit Tacho knapp 80 an einem Autobahndreieck innerorts ab, erlaubt sind 60 und werde mit geschätzt 110 knapp auf demselben Fahrstreifen überholt. Ok, da ist auch der Lappen bisher schon weg, aber in die Richtung geht vieles, große Verstöße von über 20plus sind v.a. in verkehrsberuhigten oder Tempo10-Zonen sowie auf Autobahnen oder auch in 70er Bereichen außerorts sehr häufig.

Hier könnte es leichte Veränderungen geben, das dauert aber immer etwas, bis sich das durchsetzt.

Für mich bspw. ändert sich es, dass ich seltener noch ein wenig mehr Gas gebe oder früher vor Ende eines 30er Bereichs, um unbedingt eine folgende Ampel bei grün zu erwischen. Diese optimierte Grünwellenfahrweise auf bekannter Strecke. Dann eben mal etwas stehen. Wenn man dies sich mal bewusst macht und sein bisheriges Verhalten kritisch beäugt, ist eine Veränderung gar nicht so schwer. Gegängelt fühle ich mich nicht.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon chaosracer » 02.05.2020, 15:43

Chickenmarkus » 02.05.2020, 11:06 hat geschrieben:Die Diskussion habe ich erst vorgestern mit meiner Familie geführt und bin dabei im Wesentlichen Presis Meinung:
Presi » 01.05.2020, 22:49 hat geschrieben:Ich sehe das mit einem lachenden und weinenden Auge. Die Regelung ist immer noch sehr iiberal und man muss nicht wegen ein paar km/h zuviel um seine Existenz fürchten, aber sie wird möglicherweise zu weniger Geschwindigkeitsverstößen und mehr Regeltreue führen und damit auch zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Davon hat ja auch jeder was. Aber sicher kann eine kleine Unaufmerksamkeit gleich mal ein Fahrverbot nach sich ziehen...

Die Verkehrsregeln sind dazu da eingehalten zu werden. Wer das nicht tut, gehört "angemessen" bestraft. Selbst jetzt würde ich noch die Angemessenheit anzweifeln, denn im Ausland sind die Strafen noch sehr viel höher. Daher hält sich dort jeder an die Regeln und das funktioniert sogar sehr gut.

Ich weiß nicht, welche Länder das sein sollen. In Spanien fährt jeder 2. mit Radarwarner. Manche davon funktionieren so, das sie den Blitzer außer Gefecht setzen, sodass man nicht bremsen muss. In Polen fahren sicher 30% zu schnell...
Nur die Schweiz ist zu teuer. Dafür fahren die gleich in D angekommen sofort 150 auf der Landstraße. Einem habe ich mit 180 nicht eingeholt.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Maybach » 02.05.2020, 17:15

Dafür fahren die gleich in D angekommen sofort 150 auf der Landstraße.


Dieses Verhalten hat einen Freund von mir fast das Leben gekostet, 1992.
Er fuhr mit seinem Saab 9000, als vor ihm auf der Überholspur auf der Engener Steige auf der A81 bergauf dem Wagen vor ihm ein Reifen platze. Er bremste ab, Warnblinker an und in dem Moment, in dem er zu stehen kam, krachte ein CH-Ferrari mit 260 km/h (Polizeischätzung) von hinten in ihn rein, schleuderte ihn samt dem schweren Saab 45 m weit und (Gottseidank) über das Reifenplatzer-Auto hinweg unter einen Sattelschlepper, der gerade auch zum Stehen gekommen war. Die höchste Stelle an dem Saab maß noch 56 cm ...

Er hatte 2 Jahre Krankenhaus, Verlust des Gleichgewichtssinns (für einen Stuntman ziemlich blöd), zahlreiche innere Verletzungen, zwei Wirbel gebrochen und und und. Die Schweizer Versicherung bot 5000 CHF als Schmerzensgeld an. Via Gericht kamen dann noch ein drei Nullen dran - was ihm aber seine Lebensqualität auch nicht mehr zurückgegeben hat.

Ich bin ein massiver Verfechter der 130km/h-Höchstgeschwindigkeit. Man ist nicht wirklich langsamer, aber es passiert weniger. Aber das ist wohl eher was fürs Lagerfeuer ...

Maybach
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon chaosracer » 02.05.2020, 18:16

Das ist eine eindrucksvolle Geschichte. Ist das in Österreich passiert? Verzeih Bitte meine fehlenden Ortskenntnisse...
Dieser Ferrarityp hat offenbar Grundregeln beim Schnellfahren missachtet.
Früher fuhr ich regelmäßig am WE von Gießen 1100 km zur Freundin nach Krakau. Abends gestartet fuhr ich bis zur Grenze fast durchweg 160-180. Sćhneller fuhr der Peugeot 205 auch nicht. 800 km in 5 Std bis Görlitz. Saumuede und ausgelaugt ging's dann den Rest uber Landstraße, danach konnte ich 14 Std pennen.
Heute fahre ich solche Strecken mit 120/140...auch mal 100 und komme fit und brauchbar an.
Langfristig kommen wir bei dem Verkehr heute wohl um das Lagerfeuer nicht herum.
P.S: 250 und mehr bin ich mit meiner 1000er manchmal gefahren, wenn ich 3 Spuren hatte, von denen 2 frei waren. Einer kann immer ausscheeren. Meist bin ich dafür aber um 6 sonntags aufs Moped, AB war leer (1992_94)
chaosracer
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Maybach » 02.05.2020, 18:20

@Chaosracer
Die Engener Steige ist die Autobahn von Singen nach Stuttgart, knapp nördlich des Bodensees.

Maybach
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon chaosracer » 02.05.2020, 18:21

Danke, kenne ich. Viele Staus, schöne Landschaft.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Pere » 02.05.2020, 22:21

CB-Tigger » 02.05.2020, 08:58 hat geschrieben:Nicht aufregen, Peter.
Provokatör heißt hier eigentlich, sich von jeder vermeintlichen Einschränkung der gefühlten persönlichen Freiheit vom pöhsen Staat provoziert und zum Widerstand aufgerufen zu fühlen...


Darauf eine kleine Reblaus! :]
Pere
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon The Rob » 03.05.2020, 17:00

Ich finde das gut, dass endlich höhere Strafen kommen. Es gibt einfach zu viele Leute, die wie selbstverständlich viel zu schnell fahren.
Ich würde eigentlich viel lieber entspannt mit den erlaubten Geschwindigkeiten fahren, aber dann hängen einem immer Leute wie Supertyp im Nacken.
Und das passiert ja sogar, wenn man bis zu 20 zu viel fährt. Deswegen fahre ich auch meist schneller als erlaubt, und an "20 mehr geht immer" wird auch diese lächerliche Preiserhöhung kaum etwas ändern, leider.

Wer sich darüber beschwert, dass man neuerdings "schon" ab 21km/h Überschreitung innerorts ein Fahrverbot bekommt, der soll mal überlegen, wie hart solch eine Überschreitung ist.
Echte 71km/h auf einer 50er-Straße, dazu muss das Messgerät - sagen wir mal es ist ein recht genaues und es werden nur 2% Toleranz abgezogen - 72,45km/h gemessen haben. Im eigenen Fahrzeug steht auf dem Tacho dann nochmal ein höherer Wert, der darf bis zu 10%+4km/h zu hoch sein, normal sind aber eher so 5%. Also 72,45*1,05, das sind ungefähr 76km/h.
Wann hattet ihr das letzte mal so eine Geschwindigkeit in der Stadt?

Ansonsten empfehle ich folgenden Methode, um Radarfallen auszutricksen:
https://www.der-postillon.com/2015/10/a ... eimen.html

Posting automatisch zusammengeführt: 03.05.2020, 17:00

Nochmal folgende Betrachtung, vergleich der Bremswege bei 50km/h und 70km/h, der Einfachheit halber mit den Faustformeln der Führerscheinprüfung, nachzulesen z.B. hier: https://www.bussgeldkatalog.org/bremsweg/
Anhalteweg (Vollbremsung/Gefahrenbremsung)
Bei 50km/h: 27,5m
Bei 70km/h: 45,5m
Zuletzt geändert von The Rob am 03.05.2020, 17:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Presi » 03.05.2020, 17:41

Nochmal: Bei hohen Verstößen ändert sich nichts. Nur bei Verstößen bis 20km/h wird es teurer sowie Fahrverbote gibt es schon bei niedrigeren Verstößen.
Fahren durch eine Rettungsgasse kostet auch einiges, incl. Fahrverbot, das interessiert sicher einige Motorradfahrer.
Das Problem mit 70 oder 50 in allen Ehren, aber ich habe bspw. auch mal ein für mich überraschendes 30-Schild wegen Luftreinhaltung auf einer Hauptverkehrsstraße (Bundesstr. Innerorts) nicht beachtet, eine Straße, die ich gut kenne.

Klar muss man sich immer bewusst sein, dass aus einer 30er plötzlich ne 10er Zone werden kann, aus nem 50er nen 30er Bereich und außerorts auch mal ein 70er oder gar 50er Bereich kommt, der immer 100hatte: Aber Hand auf das Herz, wir alle wussten schonmal nicht genau zu 100%, welches Tempo gerade wirklich zulässig war.
Bei der CB habe ich nichtmal eine Uhr und bei zeitabhängigen Tempobegrenzungen fahre ich nach Gefühl.

Ob jemand 21, 71 oder 121 zu schnell fährt innerorts, finde ich relevanter als die unterschiedlichen Strafen dazu.
Zuletzt geändert von Presi am 03.05.2020, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
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