Führerscheinfalle STVO Novelle

Benzingespräche rund um das Motorrad und das Motorradfahren. Bitte keine technischen Probleme hier posten.

Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon chaosracer » 05.05.2020, 16:24

Genau! Danke Robin!!!

..den zweiten hier hats ja aus der Kurve geschmissen, besoffen. Aber der Ansatz war schon mal nicht schlecht...

Vielleicht wäre ein anderes Thema doch geeigneter :roll:
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon The Rob » 05.05.2020, 17:07

chaosracer » 05.05.2020, 16:24 hat geschrieben:Genau! Danke Robin!!!

..den zweiten hier hats ja aus der Kurve geschmissen, besoffen. Aber der Ansatz war schon mal nicht schlecht...

Vielleicht wäre ein anderes Thema doch geeigneter :roll:

Das rechte Plakat stammt glaube ich von irgendeinem Satiremagazin.
Egal wie tief das Niveau eines Wahlplakates auch ist, irgendwann kommt ein Satiriker und unterbietet es. :D
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon chaosracer » 05.05.2020, 17:57

Ich habs gefunden, Titanic wars. Flugs haben es dann die Piraten im Wahlkampf benutzt...originell ist es schon, wenn man die Geschichte bedenkt.

https://www.derwesten.de/politik/die-pa ... 88187.html
Zuletzt geändert von chaosracer am 05.05.2020, 17:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon The Rob » 06.05.2020, 09:11

Also zumindest in dem Artikel steht nicht, dass es von den Piraten benutzt wurde.
Da wird immer nur die Partei "Die Partei" erwähnt, und die steht unter Leitung des ehemaligen Titanic-Chefredakteurs Martin Sonneborn.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon chaosracer » 06.05.2020, 15:03

Ja, hab's beim Schreiben verwechselt - Piraten mit Partei. Kommt nicht wieder vor.. :oops:
Zuletzt geändert von chaosracer am 06.05.2020, 15:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Supertyp » 06.05.2020, 16:41

Die Piraten mit einer Partei zu verwechseln ist schon vielen passiert.
Gnihihi... :mrgreen:

Aktueller Stand: 109.000 Unterschriften, erstes Ziel erreicht!

https://www.openpetition.de/petition/online/fuehrerschein-falle-der-stvo-novelle-rueckgaengig-machen-2
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Cyrell Snear » 11.05.2020, 09:59

Presi » 05.05.2020, 09:59 hat geschrieben:
Supertyp » 05.05.2020, 08:17 hat geschrieben:
Natürlich gab es schon Fahrzeuge, die schon 1972 schneller fuhren, mein Opa fuhr damals einen BMW 2002 mit 100PS, der schaffte wohl rund 170 und galt als Sportwagen.

Da muss ich mal kurz korrigieren. Ein Freund von mir fuhr einen 1802 mit 90 PS, gleiches BJ, der regelte bei 180 km/h ab. ;) Ohne Drehzahlbegrenzer schaffte der sogar 195 km/h, aber nicht lange ! :shock:
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon chaosracer » 11.05.2020, 17:23

Waren die Motoren dann im Eimer? Ich habe in den 80ern einige VW-Motoren überdreht und musste die dann jedesmal auswechseln...shit.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Presi » 11.05.2020, 19:01

Cyrell Snear » 11.05.2020, 09:59 hat geschrieben:
Presi » 05.05.2020, 09:59 hat geschrieben:
Supertyp » 05.05.2020, 08:17 hat geschrieben:
Natürlich gab es schon Fahrzeuge, die schon 1972 schneller fuhren, mein Opa fuhr damals einen BMW 2002 mit 100PS, der schaffte wohl rund 170 und galt als Sportwagen.

Da muss ich mal kurz korrigieren. Ein Freund von mir fuhr einen 1802 mit 90 PS, gleiches BJ, der regelte bei 180 km/h ab. ;) Ohne Drehzahlbegrenzer schaffte der sogar 195 km/h, aber nicht lange ! :shock:


Tacho schaffen die ja alle mehr. Und bergab mit Rückenwind. Klaro.
Ich meinte die normale Höchstgeschwindigkeit. Was im Schein steht oder in der Ebene bei Windstille erreicht wird mit geeichtem Tacho.

Das ist deutlich weniger als viele heutigen leistungsgleichen PKW. Kein Wunder, trotz kleiner Stirnfläche schlechter Luftwiderstand durch extrem hohen cW-Wert:
http://www.e9-forum.de/viewtopic.php?t=10205
(Gemessene 0,471 (!)).
Selbst wenn ich jetzt von einer Stirnfläche von nur 1,7m² ausgehe und ein modernes Fahrzeug mit 2,1m², aber einem cW-Wert von 0,3 annehme, hätte ich bei letzterem 0,63, beim 02er 0,80 als Ergebnis, also hätte das moderne Fahrzeug rund 20% weniger Luftwiderstand.
Ich nehme mal realitätsnah an, dass bei Tempo 180 der Luftwiderstand über 90% aller Fahrwiderstände ausmacht - man möge mich korrigieren, aber dann bräuchte unter der obigen Annahme der 02er rund 25% mehr Leistung als ein moderner PKW, um das gleiche Tempo zu erreichen, nebst anderem auch die Übersetzung mal vernachlässigt, die optimiert viel ausmachen kann.
Aber 185 bei 90PS mit dieser Schrankwand von Auto? Wohl nicht real.

Laut AutoZeitung:
2002 turbo (170PS): 211 Km/h
2002tii (130PS): 190 Km/h
2002 Cabrio (100PS): 170 Km/h
1802 touring (90PS): 165 Km/h
1600 Cabrio (85PS): 160 Km/h
https://www.autozeitung.de/bmw-02-baureihe-132130.html

Aber folgend wurde der 1802 touring mit 171 Km/h getestet:
https://www.autozeitung.de/bmw-1802-tou ... 86748.html

Autoquartett 2.0
Zuletzt geändert von Presi am 11.05.2020, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Hausboot73 » 12.05.2020, 11:32

Moin!

Presi » 01.05.2020, 22:49 hat geschrieben:Die Diskussion darüber war 2019, entschieden wurde das auch vor der Coronakrise.
Da hat das wieder kaum jemanden interessiert. Jetzt, nach Einführung (Veröffentlichung der Novelle im Bundesgesetzblatt am vergangenen Montag, Gültigkeit ab dem Tag darauf) ist es etwas spät, wenn man seine Meinung äußert.


Mal ein paar Fakten anstatt in Erinnerungen zu schwelgen:
Klick mich hart!

Bei immer weiter zunehmenden Individualverkehr + immer mehr Transportverkehr auf der Strassen bin ich auf jeden Fall für ein Tempolimit.
Im europäischen Ausland ist das Standard, nur die Deutschen bekommen es dank der starken Lobby der Autoindustrie einfach nicht hin.

Ja, auch ich fahre gern zügig, halte aber die Novele für längst überfällig!
Leider scheitert es meistens nicht an schärferen Gesetzen bzw. Strafen, sondern an mangelnder Umsetzung aufgrund fehlendem Personals.
Hier sollte der Verkehrminister dran denken, wenn er sich nochmal profilieren möchte (was ist aus dem Mautskandal geworden, welche Sanktionen erfährt Herr Scheuer?).

MfG
Zuletzt geändert von Hausboot73 am 12.05.2020, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Supertyp » 12.05.2020, 13:01

Das ist kein Argument sondern Standard-Blabla. Bei zunehmenden Verkehr spielen die Geschwindigkeitslimits keine Rolle, da pendelt sich eine mittlere Geschwindigkeit ein, die in etwa dem gültigen Limit entspricht. Da muss nichts verstärkt geprüft und mehr Personal investiert werden.
Geschwindigkeitslimits spielen da eine Rolle wo bei wenig Verkehr und guten Strassen und Witterungsverhältnissen leicht der Eindruck enstehen kann das hier auch mal etwas schneller gefahren werden kann.
Diese bisher vorhandene Grauzone (+20...30 km/h) in eigener Verantwortung nutzen zu können ist für mich elementarer Bestandteil der persönlichen Freiheit.

Auch für euch, ihr Pharisäer! :mrgreen:
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon The Rob » 12.05.2020, 13:25

Hausboot73 » 12.05.2020, 11:32 hat geschrieben:Moin!

Presi » 01.05.2020, 22:49 hat geschrieben:Die Diskussion darüber war 2019, entschieden wurde das auch vor der Coronakrise.
Da hat das wieder kaum jemanden interessiert. Jetzt, nach Einführung (Veröffentlichung der Novelle im Bundesgesetzblatt am vergangenen Montag, Gültigkeit ab dem Tag darauf) ist es etwas spät, wenn man seine Meinung äußert.


Mal ein paar Fakten anstatt in Erinnerungen zu schwelgen:
Klick mich hart!

Bei immer weiter zunehmenden Individualverkehr + immer mehr Transportverkehr auf der Strassen bin ich auf jeden Fall für ein Tempolimit.
Im europäischen Ausland ist das Standard, nur die Deutschen bekommen es dank der starken Lobby der Autoindustrie einfach nicht hin.

Ja, auch ich fahre gern zügig, halte aber die Novele für längst überfällig!
Leider scheitert es meistens nicht an schärferen Gesetzen bzw. Strafen, sondern an mangelnder Umsetzung aufgrund fehlendem Personals.
Hier sollte der Verkehrminister dran denken, wenn er sich nochmal profilieren möchte (was ist aus dem Mautskandal geworden, welche Sanktionen erfährt Herr Scheuer?).

MfG

Nicht vergessen: Andreas Scheuer ist bei der CSU. Da hat das keine Konsequenzen, wenn man Quatsch erzählt. Das ist schließlich deren Kernprogramm. Der wird es noch weit bringen!
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Presi » 12.05.2020, 23:48

Der Scheuer ist doch gar nicht so schlecht, denke ich an einen anderen CSU-Verkehrsminister, der vor seiner Berufung im besoffenen Zustand jemanden totgefahren hatte.
Mit Wiesheu hätte es eine solche Novelle wohl nicht gegeben. ;)

Dazu passt ja, dass der Petitionsautor selbst auch CSU-Politiker ist. Um- und durchgesetzt hat die Novelle aber u.a. Scheuer und das zeigt, dass auch die CSU auch erfasst hat, dass nicht nur eingefleischte Aufofahrer als Wähler interessant sind und Sicherheit nicht nur die Sicherheit von Autofahrern betrifft.

Danke für den Link zum BMVI, zeigt es doch, dass sich die Novelle v.a. um sichereren und klimafreundlicheren Verkehr dreht und insbesondere Radfahrende ein wenig mehr Sicherheit bekommen. Unter diesem Thema wurde die Novelle spätestens seit der Verkehrsministerkonferenz im Herbst 2018(!) diskutiert - ich empfehle btw, die pdfs zu den regelmäßigen Verkehrsministerkonferenzen zu lesen, wenn man sich vorab informieren will und sich dann nicht erst mit der Bild-Schlagzeile über dann abschließend entschiedene und gültige Gesetze ärgert.

Ich schreibe mal von meinen Erfahrungen, ich fahre ja viel Stadtverkehr: Durch die Bekanntheit der novellierten Strafen empfinde ich ein verändertes Verhalten vieler Autofahrer. Dies ist natürlich nicht bewiesen, sondern nur subjektiver Eindruck, aber ich stelle subjektiv eine höhere Disziplin beim Einhalten der Geschwindigkeitsbegrenzung fest. Auch bei mir btw, wo auf der Stadtautobahn eben nicht mehr in den 60er Bereich noch mit gut Überschuss ausgerollt wird.
Bei rot fahren noch genauso viele drüber, aber man hat ein allgemein eher niedrigeres Niveau, nicht nur mehr einzelne "Sonntagsfahrer", die dann lieber dauerhaft (zu) langsam fahren.

Klar muss man abwarten, ob der Eindruck so bleibt, aber es verblassen ja auch immer die Erfahrungen von früher.
Ich denke, es ist eine Gewöhnungsfrage, sich mehr an die Regeln zu halten und den Freiheitsbegriff mag ich nicht überstrapazieren. Gerade in Zeiten, in denen viele nicht einmal ihren Beruf ausüben dürfen, ist die Forderung nach einem Verzicht auf Fahrverbote für mich kein relevanter Freiheitskampf.

Ich bleibe aber bei meiner Kritik, dass bspw. für den Lieferverkehr Ladezonen da sein müssen (die sind aber immer zugeparkt) und dies lässt sich langfristig nur mit weniger Fahrzeugen durchsetzen. Wir werden aber vmtl. im Juni noch eine neue Autosubvention sehen, die eine weitere Überfüllung der Innenstädte manifestiert. Bei einer solchen Politik gehen höhere Pauschalstrafen zu Lasten von den falschen Leuten. Eine langfristige Politik, die weniger Fahrzeuge zum Ziel hätte, ist aber offenbar politisch nicht mehrheitsfähig.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon MagdaCB500S » 13.05.2020, 08:43

Presi » 12.05.2020, 23:48 hat geschrieben:
Ich bleibe aber bei meiner Kritik, dass bspw. für den Lieferverkehr Ladezonen da sein müssen (die sind aber immer zugeparkt) und dies lässt sich langfristig nur mit weniger Fahrzeugen durchsetzen.


Da stimme ich Dir vollkommen zu :up:

Ich stehe auch hinter dem mehr Schutz für die Radfahrer (besonders nachdem in Oktober 2019 meine Freundin(26) im Kreisverkehr durch LKW erwischt worden ist und ums Leben gekommen ist). Der ist viel mehr möglich, wenn die Autofahrer etwas mehr "vorausschauend" fahren und es ist oft verbunden mit angemessener Geschwindihkeit. Nun, dass es generell eine Tendenz dazu gibt immer etwas mit dem Tempo zu übetreiben, wird es immer weniger angehalten...
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Presi » 13.05.2020, 15:29

MagdaCB500S » 13.05.2020, 08:43 hat geschrieben:Ich stehe auch hinter dem mehr Schutz für die Radfahrer (besonders nachdem in Oktober 2019 meine Freundin(26) im Kreisverkehr durch LKW erwischt worden ist und ums Leben gekommen ist).

Leider passiert das viel zu oft. Ich hoffe, es wirkt nicht übergriffig, dass ich mir die Unfallstelle bei Google Maps angesehen habe. Meine Anteilnahme hast du, ich habe selbst vor 23 Jahren einen Freund verloren, allerdings war der im Auto unterwegs.
Die Vermutung mit dem parallelen Fahren neben dem LKW scheint realistisch. Man muss sich vorstellen, dass dieser LKW-Fahrer auf vieles achten muss und eben leider große Tote Winkel hat. Hier hilft schonmal das Schritttempo, das die Novelle vorschreibt, aber wichtig sind auch bessere Spiegel (warum immer noch keine Ausstattungspflicht?) und automatisierte Sicherungssysteme.

Grundsätzlich versteht jeder, der einen nahestehenden Menschen verloren hat, der merkt, was es mit einer Familie macht, wenn ein Mensch aus dem Leben gerissen wird, jeder, der durch Unfälle schwerst behinderte Menschen kennt, dass viel mehr Sicherheit im Straßenverkehr, also "Vision Zero", keine unnütze Vision ist, sondern viel Leid verhindert.
Dies im Zusammenhang mit Dingen wie Falschparken, Schnellfahren, Nichtgucken usw. zu sehen, dazu muss man sich manchmal zwingen, weil wir alle auch Situationen kennen, in denen wir einschätzen, dass ein schnelleres Fahren bspw. nicht wirklich gefährlich ist.
Und natürlich ist alles eine Abwägungssache:
Also ein funktionierendes Verkehrssystem zu erhalten, zugleich aber immer bessere Sicherheit zu gewährleisten, ist ein Zielkonflikt, den die Behörden auf dem Schirm haben. Spaß am Fahren kommt da natürlich wenig vor.
Aber ganz ehrlich: So gern ich auch aus Spaß fahre: Es ist nicht Aufgabe des Staates, auf Kosten von Menschenleben meinen Spaß zu garantieren. Oder?
Zuletzt geändert von Presi am 13.05.2020, 15:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon MagdaCB500S » 13.05.2020, 17:45

Presi » 13.05.2020, 15:29 hat geschrieben:
MagdaCB500S » 13.05.2020, 08:43 hat geschrieben: Ich hoffe, es wirkt nicht übergriffig, dass ich mir die Unfallstelle bei Google Maps angesehen habe. Meine Anteilnahme hast du, ich habe selbst vor 23 Jahren einen Freund verloren, allerdings war der im Auto unterwegs.


Ich habe nichts dagegen, dass Du Dir die Unfallstelle angeschaut hast. Ganz viele Leute sprachen noch lange darüber...Der LKW-Fahrer hat soweit ich weiß sein Beruf nach dem Unfall aufgegeben... Vor ein paar Jahren in Bielefeld ein Kumpel von einem Freund von mir hat zwei Kinder tot gefahren, weil er sein neues Auto ausprobiert hat - seitdem bis heute fährt er kein Auto mehr...
Natürlich entsteht die Gefahr nicht nur bei der Geschwindigkeit. In vielen Sachen wird sie noch überlassen dem gesunden Menschenverstand und der Vernunft und da ist die Spanne bei jedem so unterschiedlich.... Dazu kommt die modernste, leise Autotechnik. Die Elektro-Autos, genauso wie die E-bikes hört man kaum (Einschätzung-Gefahr sinkt), die steigende PS-Autos werden so leise, dass man selbst beim Fahren kaum die Geschwindigkeit merkt, also automatisch drückt man das Gaspedal runter...
Die Autos sagen uns heute schon wann wir den Öl wechseln sollen, demnächst die ganze Fahrassistenten sorgen schon von alleine für die bessere Anhaltung den vorgeschriebenen Geschwindigkeiten ob wir es wollen oder nicht... doch bis dahin die Staat versucht es...Ob es gut ist oder nicht ist eine ganz andere Sache. Aber wenn es mindestens ein Leben dadurch retten sollte, dann würde ich sagen: ja.

Gruß
Magda
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Scheuer lenkt ein

Beitragvon Stjopa » 15.05.2020, 10:44

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Re: Scheuer lenkt ein

Beitragvon Otternase77 » 15.05.2020, 11:30



Vernünftig, dass es nochmal überdacht wird.
Ich bin auf jeden Fall für härtere Strafen und mehr durchgreifen im Straßenverkehr. Der Egoismus ist in den letzten Jahren schlimmer geworden, ich finde teils auch aggressiver.
Zum anderen ist viel mehr Verkehr unterwegs und der Mensch allgemein mehr gestresst. So hilft nur mehr Kontrolle.

Fürchterlich finde ich die Poser Szene. Wenn ich Abends das Fenster öffne nervt es ungemein wenn draußen irgendwelche C63 Besitzer mit offenen Endtopf im Kreis fahren und gucken wie lange der Motor 6000 /min am Stück aushält. Hier ist ein Eingreifen wünschenswert.

Allerdings halte ich den Führerscheinentzug bei erstmaligen Fehlverhalten mit derart niedrigen Grenzen für völlig überzogen. Ich denke wir alle wissen, das auch dem "Normalo" ein Fehler unterläuft (100 zu 70 zu 50 km/h, wie schnell liegt man hier daneben ohne zu rasen). Und dann sofort laufen? Höheres Bußgeld ok aber Lappen weg etwas heftig.

Mal abwarten und Moped fahren :)
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon so-what » 15.05.2020, 13:16

erstaunlich wie dieses Zickzackverhalten unseres Verkehrsministers einfach mal so geschluckt wird-
Wankelmut in der Politik ist etwas deplaziert ...

apropos - da war doch noch was ?!: Scheuers Maut- Geschenk an uns Steuerzahler steht nach wie vor im Raum- ohne jede Konsequenz für dessen Minister- A....
Da wird dann lieber fröhlich neue Drohnen- Technologie präsentiert, die sicherlich Sinn macht, aber garantiert das nächste Geld- Loch werden wird- wenn es von solchen Profilierungs- und Macht- Neurotikern und nicht von VERNUNFT geleitet wird.

wie lange stellt nun die CSU Verkehrsminister ? Und wie siehts aus mit unserer (gesamten) Verkehrslage :kratz:
ein echtes Armutszeugnis !!! :evil:
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Re: Führerscheinfalle STVO Novelle

Beitragvon Supertyp » 15.05.2020, 15:49

Der eine nennt es Wankelmut, der andere Abwägen, Lernfähigkeit oder Verantwortung. In diesem Sinne halte ich den Scheuer für einen der Besseren in der Berliner Blase.
Die Maut wurde nur abgesagt weil der EUGH etwas dagegen hatte. Eine Instanz die im Grundgesetz nicht vorgesehen ist und die für innerstaatliches Recht keine Kompetenz hat! Nur das er sich dieser Instanz unterwirft ist Scheuer anzukreiden.

Inzwischen kommt heraus das in der ursprünglichen Fassung die verschärften Fahrverbote gar nicht vorgesehen waren! Sie sind erst im Februar im Bundesrat, wahrscheinlich durch die Linksgrünen, reingemauschelt worden. Ich traue es Scheuer zu das er die Sache beim Thema Fahrverbote nochmal drehen wird.
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