CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

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CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon Gingeldad » 15.05.2026, 09:33

Hallo ihr lieben,

ich überlege meine CB mit Wilbers Gabelfedern und Federbeinen auszustatten, und ich würde das Ganze am liebsten vorher Testen.
Gibt es in Wien, Niederösterreich, Steiermark, die Möglichkeit eine CB zu testen, damit ich einschätzen kann, ob es das Upgrade wirklich wert ist für mich?
Wäre auch glücklich mit anderen Federbeinmarken zu fahren, einfach um einen Eindruck zu gewinnen!

Danke euch!

LG David
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon Maybach » 15.05.2026, 09:36

Servus David, Ostösterreich kann ich nicht anbieten, aber in Innsbruck stünde eine CB mit IKON Federbeinen, die Du gern probieren könntest.

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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon Gingeldad » 15.05.2026, 09:50

Servus, danke fürs rasche Antworten! Wenn sich im Osten keiner findet, werde ich vielleicht einmal bei dir vorbeischauen! :)
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon KarlMeiDrobbe » 15.05.2026, 10:28

Ich kann ganz sicher versprechen, dass sich das Lohnt!

Selbst die Aufrüstung mit den billigsten YSS hat bei meiner einen deutlichen Unterschied gemacht,
von "schlingernd" zu "tänzelnd". Ein ganz "neues" Motorrad...

Die Gabelfedern von Hyperpro legten dann nochmal ne Schippe drauf und liessen YSS wieder ein wenig "holzig" und "hoppelig" wirken, Das "Frontend" ist je3tzt geradezu überlegen souverän...

Wenn man dann gleich vorn wie hinten in ein "vernünftiges" Fahrwerk investiert, geht da gewiss nochmal ne zusätzliche Dimension auf!
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon Grim Reaper » 15.05.2026, 15:33

Die CB 500 ist ein rundum sehr gut konstruiertes Motorrad, dass aus hochwertigen Materialien gebaut wurde und an dem so gut wie nichts kaputt geht. Einzige Ausnahme ist das Fahrwerk - die Gabelfedern "gehen zwar noch", aber die originalen Federbeine sind so ziemlich das schlechteste, was ich je gefahren habe. Erst recht wenn sie nach 20 oder 30 Jahren jegliche Federspannung verloren haben. Ein Tausch lohnt sich allemal - entsprechende Berichte findest Du über das ganze Forum verteilt.

Klar ist das Wilbers-Fahrwerk eines der besten, aber auch die IKON oder die (besseren) YSS machen schon einen richtig guten Job. Mach Dir ein schönes Wochenende mit einer Tour nach Innsbruck und überzeug' Dich selbst! Aber wenn Du bestellen willst, warte noch bis Oktober: Dann gibt es nämlich die jährliche Rabatt-Aktion mit mächtig fetten Prozenten! :up:
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon KarlMeiDrobbe » 16.05.2026, 18:32

Man muss dabei ja auch berücksichtigen, dass man das viele Geld nicht nur investiert, um ein schnelleres und besser performendes Motorrad zu erhalten, das einfach nur mehr Fahrspass und Vertrauen vermittelt, sondern auch ganz klar mehr sicherheit bietet, weil es in Situationen wo das Originalfahrwerk überfordert wäre, noch kontrollierbar bleibt...
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon Gingeldad » 16.05.2026, 21:03

Der Sicherheitsgedanke ist prinzipiell auch mein Haupttreiber, allerdings geht mit mehr Sicherheitsreserven auch mehr Schräglage und höherer Kurvenspeed einher, aber das muss man ja nicht immer ausreizen im Straßenverkehr.

Stimmt das denn, dass mit anderen Federbeinen das Hinterrad nicht mehr frei drehbar bleibt am Hauptständer?
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon gumic » 16.05.2026, 22:19

Nein.
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon KarlMeiDrobbe » 17.05.2026, 12:59

Wer pathologisch immer auf "letzter Rille" fährt, sollte sich besser ne möglichst klapperige Mofa zulegen, damit die Grenzerfahrung schon bei 30 voll reinkickt. Um sich totzufahren reicht das im Zweifelsfall ja auch dicke aus.

Aber es ist natürlich nicht ganz von der Hand zu weisen: Auf hiesigen zerbröckelten Hosenträgerwegen z.B. habe ich mit dem Originalfahrwerk spätestens bei 60 große Schwierigkeiten bekommen, den Kahn in der Spur zu halten. Mit dem neuen Fahrwerk könnte ich auch locker über 100 fahren, ohne dass es mich "aushebt". –> Potenziell gefährlich: Ein Fahrwerk schützt vor Dummheit nicht...

Aber: Kommt man bei "normaler" Fahrweise in dieselbe brenzlige Situation, kann man mit dem Originalfahrwerk evtl. nur noch schnell ein möglichst entsetztes Gesicht aufsetzen, bevor es kracht, während man mit nem funktionierenden "Haftvermittler" einfach kontrolliert fix Ein paarzig überzählige Kmh wegmacht und mt nem eleganten Schlenker aus der Hüfte um die Gefahr herumzirkelt.

Posting automatisch zusammengeführt: 17.05.2026, 09:02

Gingeldad » 16.05.2026, 21:03 hat geschrieben:Stimmt das denn, dass mit anderen Federbeinen das Hinterrad nicht mehr frei drehbar bleibt am Hauptständer?

gumic » 16.05.2026, 22:19 hat geschrieben:Nein.

Doch!: Wenn das "andere" (falsche) Federbein deutlich zu lang ist, dann ja. ;)
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon gumic » 17.05.2026, 18:39

Wenn gar kein Federbein dran ist, wirds auch schwierig.

Ich gehe von zugelassenen, Federbeinen für die CB aus.

Nicht von zu langen, zu kurzen.
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon JUL » 17.05.2026, 21:52

KarlMeiDrobbe » 15.05.2026, 10:28 hat geschrieben:Ich kann ganz sicher versprechen, dass sich das Lohnt!

Selbst die Aufrüstung mit den billigsten YSS hat bei meiner einen deutlichen Unterschied gemacht,
von "schlingernd" zu "tänzelnd". Ein ganz "neues" Motorrad...


Verschwindet mit denen auch das nervige "hoppeln" auf schlechten Straßen? Finde die passen optisch sogar sehr gut zur CB trotz schwarzer Federn. Die teureren YSS wirken optisch fast schon zu modern...
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon gumic » 18.05.2026, 08:46

Nur in Verbindung mit auf das Fahrergewicht angepassten Gabelfedern.

Und dann aber auch nur begrenzt.

Für sänftenartiges Gleiten gibt es andere Motorräder die ein Vielfaches kosten.
Zuletzt geändert von gumic am 18.05.2026, 08:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon KarlMeiDrobbe » 18.05.2026, 16:20

Also geringfügig "hoppelig" sind die billig-YSS schon. Jedenfalls im Vergleich zur Gabelfeder von Hyperpro, die kleinere Unebenheiten wirklich wegschluckt als wären sie gar nicht da.

Aber im Vergleich zu den Originalen Federbeinen sind die wirklich um Welten überlegen. Die Originalen sind ja gefühlt "antiprogressiv", also reichen kleine Unebenheiten ungefiltert an Steiß, Wirbelsäule und Nacken durch, während gröbere Wellen zu zeitverzögertem Pumpen, schlingern und schwabbeln führen...

Die (billig)-YSS sind eher "elastisch". schon etwas straff, aber weder so polterig noch so unkontrolliert schwammig wie die originalen.
Im Alltag sind die hier auf wirklich schlechten Strassen durchaus gut zu gebrauchen. Man kann (nicht zuletzt auch wegen der souveränen Gabel...) schon echt ekelhaft schnell über brüchige Feldwege ballern. Mich verlässt der Mut lange bevor das Moped sich beeindruckt zeigt. :winke0002: Schotterstrassen mit größeren Schlaglöchern habe ich noch nicht versucht...

Dazu muss man sagen, dass ich recht leicht bin, und auch schon bemerkt habe, dass mit mehr Gewicht Komfort und Performance durchaus nachlassen...

Ich hab halt wenig Budget und hab die Teile für 80€ neuwqertig erstanden. Ich wünsche mir aber durchaus edlere Federbeine, die noch mehr können. Wenn die Billigheimer irgendwann durchgeritten sind, oder wenn ich mal im Lotto gewinne kauf ich mir was feineres. Wenns bei Dir ins Budget passt, besorg besser gleich was "ordentliches".

Genaueres wirst Du aber wohl nur durch selbst er-fahren herausfinden.
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon Chickenmarkus » 19.05.2026, 09:00

Da du offensichtlich sogar schon Budget für Wilbers eingeplant hast, rate ich dir zu IKON oder den gehobenen YSS.

Im Gegensatz zum Original verrichten diese nicht nur überhaupt erstmal ihre Aufgabe als Fahrwerk, sondern du hast auch noch einen echten Mehrwert. Meine Rangordnung sieht daher wie folgt aus:

  1. Wilbers - 600+€ - der König, dessen Preis man sich echt schönreden muss
  2. Meine klare Empfehlung - wohl beide gleichauf:
    1. IKON - 400+€ - ein tolles Federbein, das den Preissprung gegenüber Platz 3 wirklich noch wert ist.
    2. YSS RZ362/RG362 - 400+€ - ich würde eher (wieder) zum IKON greifen, welches schon sehr viel häufiger in unserer CB500 verbaut wurde
  3. YSS RE302 - ca. 200€ - absolut solide, aber mit diversen Schwächen (siehe z. B. viewtopic.php?p=264105#p264105 und ganzer Thread)
  4. YSS RD222 - ca. 150€ - ein günstiger Ersatz, dessen Preis aber in keiner Relation zur Leistung des 3. Platzes steht
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon Gingeldad » 19.05.2026, 09:58

Servus Chickenmarkus,

danke für deine Einordnung, damit kann man sich ein wenig orientieren. Bei Ikon liest man öfters, dass diese im Vergleich zu anderen Fahrwerken sehr hart sind. Dadurch, dass ich nur 60kg habe, weiß ich nicht, ob das für mich eine gute Lösung ist, deswegen tendiere ich zu Wilbers, da sie die Federelemente auf mein Fahrergewicht anpassen.

Die Einbauschwierigkeiten bei Wilbers machen mich noch etwas zögerlich. ;)

Wie stehst du dazu?
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon rednug » 19.05.2026, 17:21

Meine Empfehlung - Hagon Road.
Ich habe diese jetzt paar Wochen drin und bin zufrieden. War ein Sonderangebot auf der Münchener Motorradmesse im Februar diesen Jahres.
Einbau ohne Schwierigkeiten - beim "Zusammenbau" der Federbeine werden Fahrstil, Körpergewicht sowie Zuladung beachtet.
Ich hatte Koni drin und diese nach über 20 Jahren rausgehauen. Und ja - es war doch ordentlich straff und ich grenzwärtig zweistellig/dreistellig mit meinem Körpergewicht. Was nicht wirklich gut ist bei diesem Federbein - du kommst im eingebautem Zustand nicht wirklich an die Einstellung der Zugstufendämpfung ran - da sich diese gleich oben unter dem Auge befindet.
Und was nützt mir eine Gewindeeinstellung an einem Federbein, wenn diese durch Verkleidungsteile abgedeckt ist (bei YSS ist es so - oder irre ich mich da jetzt?)

Gruß Gunder
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon Chickenmarkus » 19.05.2026, 17:50

Ich habe eher gelesen, dass Wilbers noch härter sind als IKONs. :mhhh:

Auf das Thema "Härte" gebe ich aber ohnehin nicht viel.
Es fängt schon damit an, dass viele die Federvorspannung als Härteverstellung sehen. Nein. Auch nicht, wenn da eine progressive Feder drin ist. Es wirkt immer genau die selbe Kraft auf die Feder: nämlich die Gewichtskraft von Moped und Fahrer. Würde da eine höhere Federvorspannung plötzlich den Arbeitspunkt der Feder verschieben und "kräftiger gen Boden Drücken", ginge das Kräftegleichgewicht nicht auf und man würde schweben. :wallb: Man verschiebt nur den Gleichgewichtszustand im verfügbaren Federweg, damit die Geometrie stimmt (Positiv-/Negativfederweg, Lenkkopfwinkel usw.).
Weiter geht es mit der Dämpfung...
Chickenmarkus » 05.03.2025, 11:11 hat geschrieben:Hier sollte man mal wieder hervorheben, dass hart nicht das Gleiche ist wie unkomfortabel. Der Komfort wird signifikant von der passenden Dämpfung bestimmt. Die meisten Fahrwerke sind aus Sicherheitsgründen schlichtweg überdämpft, weil zu wenig Dämpfung sehr viel gefährlicher ist als zu viel. Daher können Unebenheiten nicht schnell genug aufgenommen werden. Deshalb ist ein hartes, jedoch eher weniger gedämpftes Fahrwerk oftmals sehr viel komfortabler. Das habe ich sowohl in der CB500, der Ducati als auch ganz besonders bei meinem Auto erleben dürfen.

Und das kann ich absolut auch für Wilbers so bestätigen. In meiner Ducati habe ich ein Wilbers 641 - exakt auf mich gefertigt (Federrate und voreingestellte Dämpfung). Gottseidank ist das volleinstellbar, denn auch hier war die Voreinstellung überdämpft. Zwischenzeitlich in vielen tausend Kilometern auf unterschiedlichsten Untergründen, habe ich für meine Anforderungen so wenig Dämpfung wie möglich und soviel wie nötig. Allein diese Einstellung hat das Fahrwerk noch einmal um Welten verbessert.

Nachdem ich anfangs ein taugliches Grundsetup der Gabel gefunden hatte, habe ich zur Dämpfungsverstellung des Wilbers-Federbeines auch im Ducati-Forum geschrieben:
Chickenmarkus im Ducati-Forum hat geschrieben:Im Thüringer Wald habe ich mich dann aufgrund schlechter Straßen auch mal an die Einstellung des Federbeines gewagt. Zuerst wurde sowohl Lowspeed-/Highspeed-Druckstufe als auch Zugstufe um jeweils 2 Klicks auf 14 von 22 Klicks geöffnet. Danach gab es ein regelrechtes Aha-Erlebnis. Wo die Hyper bisher sehr nach mehr Schräglage gierte, musste man nun deutlich weniger gegenhalten um ein Hineinfallen in die Kurve zu verhindern. Rückblickend betrachtet ist das auch äußerst schlüssig gewesen. Zum Einen neigen Autos, die hinten durch zu viel Dämpfung "zu hart" sind, aufgrund mangelhafter Traktion zum übersteuern. Beim Motorrad "driftet" also das Hinterrad zum Kurvenäußeren. Wer schon einmal die Traktion am Hinterrad verloren hat (oder im SuperMoto-Style driftet), weiß, dass dabei das Motorrad in die Kurve hineinkippt. Zum Anderen rät das Handbuch von Wilbers bei Sägezahnbildung am Vorderreifen, wie ich ihn durchaus in leichter Ausprägung hatte, die Zugstufe des Federbeines ein wenig zu öffnen.
Das hat mich motiviert weiter zu experimentieren. Beim Federbein bin ich schließlich bei Zug- sowie Highspeed-Druckstufe bei 16 und bei der Lowspeed-Druckstufe sogar bei 18 von 22 Klicks offen gelandet. Das Kurvenverhalten hat sich weiter verbessert. Die Hyper ist immer noch agil, aber gleichzeitig auch "gutmütig" - oder vielmehr präzise steuerbar. Man legt sie in die Kurve rein, sie zieht sauber den Kurvenradius und nach der Kurve richtet man sie wieder auf. Das gefiel mir und ich habe auch die Druck- sowie Zugstufe der Federgabel von 2,75 auf stimmige, volle 3 Umdrehungen geöffnet. Auf guten Straßen fehlt jetzt etwas "Biss", aber auf den zahlreichen schlechten Streckenabschnitten meiner Touren liegt man etwas sanfter und damit satter auf dem Asphalt.

Dieser letzte Eindruck hat sich auch jüngst im Riesengebirge bewährt. Grober Asphalt mit vielen Schlaglöchern bis hin zu buckeligen Schotterpisten waren die Regel. Während ich die selben Straßen vor zwei Jahren mit originalem Fahrwerk noch verflucht habe, bin ich da heute angemessen lang gefahren. Natürlich ist die Hyper immer noch recht sportlich, aber das macht sie ja auch aus und soll sie sein. Es hat sich absolut gelohnt!


Von daher: Gib nix drauf, wenn jemand von "hart" spricht. Nimm ein Federbein, dass wenigstens eine kombinierte Verstellung der Dämpfung hat (wie z. B. IKON oder Wilbers) und finde die für dich passende Einstellung fernab der Voreinstellungen aus der Glaskugel.
Zuletzt geändert von Chickenmarkus am 19.05.2026, 17:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon KarlMeiDrobbe » 19.05.2026, 18:54

Chickenmarkus » 19.05.2026, 17:50 hat geschrieben:Es fängt schon damit an, dass viele die Federvorspannung als Härteverstellung sehen. Nein. Auch nicht, wenn da eine progressive Feder drin ist. Es wirkt immer genau die selbe Kraft auf die Feder: nämlich die Gewichtskraft von Moped und Fahrer. Würde da eine höhere Federvorspannung plötzlich den Arbeitspunkt der Feder verschieben und "kräftiger gen Boden Drücken", ginge das Kräftegleichgewicht nicht auf und man würde schweben. :wallb: Man verschiebt nur den Gleichgewichtszustand im verfügbaren Federweg, damit die Geometrie stimmt (Positiv-/Negativfederweg, Lenkkopfwinkel usw.)


:kratz:

Du scheinst einerseits sowohl Ahnung, als auch Erfahrung zu haben, mit Sicherheit jedenfalls mehr als ich. Trotzdem widerspricht das meinem physikalischen Weltbild doch ganz ordentlich:

Zum Einen schwebt man ja auch nicht, wenn man eine tatsächlich härtere Feder einbaut, obwohl die ja wirklich "doller richtung Boden Drückt" bzw. einer verformung mehr Widerstand entgegensetzt.

Zum Anderen ist es natürlich schon einfacher Bzw. braucht es weniger Kraft eine Feder zu verformen die noch keine oder wenig Vorspannung hat, im vergleich zu einer, die bereits kräftiger vorgespannt ist: Bei gleicher Krafteiwirkung macht die Vorgespannte Feder weniger Weg?

Das ist meinerseits jetzt zwar mehr glauben als wissen, aber gegen einen festen Glauben sind alle Fakten bekanntlich machtlos ;)

Posting automatisch zusammengeführt: 19.05.2026, 18:54

Ich verstehe einen Punkt: wenn eine Feder bei z.B 400kg Last auf Block geht und z.B mit 200kg belastet wird, hat diese immer den gleichen Restweg, egal, ob sie vorher vorgespannt war, oder nicht.
Zuletzt geändert von KarlMeiDrobbe am 19.05.2026, 18:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon Chickenmarkus » 21.05.2026, 12:53

Wenn du die Federvorspannung hochschraubst, wirst weder du noch dein Motorrad leichter, oder? Also muss die Feder genau die selbe Gewichtskraft entgegenstemmen wie zuvor. Deswegen muss die Feder um den gleichen Weg gestaucht werden (Achtung: Stauchweg der Feder ist nicht das selbe wie der Federweg des Federbeines!). Wir sind also am selben Arbeitspunkt der Feder, dem Gleichgewicht in der Nulllage.

Stattdessen erhöht sich der Stauchweg der Feder am Endpunkt des Negativfederweges. Da der Federweg des Federbeines unverändert bleibt, erhöht sich auch der Stauchweg am Endpunkt des Positivfederweges. Man verschiebt also einfach nur den Arbeitsbereich, in dem das Federbein in der Feder arbeitet, nicht aber den Arbeitspunkt in der Feder. Der Arbeitspunkt wandert nur relativ zum Federweg des Federbeines nach oben (oben=Ende des Negativfederweges) und verringert/vergrößert so den Negativ-/Positivfederweg.

Die "Kraft", die du durch die Federvorspannung reinsteckst, wird ohne Fahrer vom Negativanschlag des Federbeines aufgebracht. Sobald du draufsitzt, trägt dieser Anschlag aber genauso viel bei wie vor der höheren Federvorspannung: Null.
Dateianhänge
federvorspannung.png
Zuletzt geändert von Chickenmarkus am 21.05.2026, 13:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: CB im Wiener Raum mit Wilbers Federbeinen Probefahren

Beitragvon Haves2005 » 21.05.2026, 12:57

Auch wenn ich seit einiger Zeit keine CB500 mehr fahre, kann ich meinen Senf für den TE hier noch dazu geben.

Meine erste CB (ich glaube BJ 1996, zum Zeitpunkt der Übernahme schon über 70 tkm) hat von mir recht rasch IKON-Federbeine bekommen, die das Fahrverhalten nach kurzer Justierung in jeder Situation deutlich verbessert haben. Ich würde das nicht in irgendeine Kategorie von "härter", "weicher" oder "komfortabler" stecken wollen. Es hat das Motorrad besonders auf schlechten Straßen in Schräglage unwahrscheinlich beruhigt und zu einem runderen Fahrstil in Kurven beigetragen. Zusätzlich war es mit den IKON möglich, einen sinnvollen Soziusbetrieb ohne größere Einbußen bei der Fahrbarkeit zu realisieren.

Die CB meiner Frau (BJ 1997/1998, ca. 40 tkm bei Übernahme) hat nach einigen Jahren von mir YSS-Dämpfer bekommen, weil ich sie ziemlich günstig bekommen habe. Ich würde schätzen, dass es die günstige Variante war, könnte zur Not aber sicher in meinem endlosen Mailarchiv nachschauen. Jedenfalls war hier der Effekt nicht ganz so groß, aber deutlich spürbar. Das Motorrad lag insgesamt satter auf der Straße und war in holprigen Kurven besser beherrschbar. Der Effekt war aber nicht so groß wie bei den IKONs.
Zuletzt geändert von Haves2005 am 21.05.2026, 12:57, insgesamt 1-mal geändert.
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