Hallo Gemeinde,
nach dem ich meine treue CB500s pc32, Bj 1999 nun seit 6 Jahren und 40.000 (insges. 64.000) Km im Besitz habe ist doch tatsächlich zum ersten mal etwas kaputt gegangen. So eine Schlamperei :-)
Das linke Gabelrohr beginnt Öl zu lecken.
Da ich gerade knapp bei Kasse bin und der Freundliche zu teuer ist würde ich das gerne selbst beheben.
Ist das für einen technisch begabten aber nicht unbedingt KFZ-Experte machbar? Und was brauche ich da wohl an Ersatzteilen und exotischem Werkzeug?
Den Wiki-Eintrag auf https://www.cb500-wiki.de/doku.php?id=f ... lreperatur habe ich schon gelesen. Was braucht man davon wirklich und auf was wäre bei der Reparatur besonders zu achten?
Lasst doch mal hören.
Grüße, Paul
Nachtrag: Was ja auch sehr interessant wäre: Wie geht man mit dem Altöl und Reinigungsflüssigkeiten usw. um?
Gabel leckt
4 Beiträge
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Gabel leckt
Zuletzt geändert von Paul am 07.06.2026, 18:32, insgesamt 1-mal geändert.
- Paul
- Stellt sich noch vor ;) (mit 25 Beiträgen)
Re: Gabel leckt
Servus Paul.
Ja, absolut, das kannste sehr gut selber machen. Ich befinde mich in der gleichen Situation und hatte den Simmerringtausch vor 3 Monaten auch selbst gemacht.
Plane nur genügend Zeit ein, denn ich habe ca. 5 Stunden gebraucht. Ein Geübter wird das, denke ich, in der halben Zeit schaffen.
Ganz ohne Spezialwerkzeug würde es gehen, denke ich. Empfohlen wird aber ein Eintreiberwerkzeug für die neuen Simmerringe.
Das kannst du dir ohne Probleme selber aus einem 40er PP-Rohr bauen, das du der Länge nach aufsägst. Schneller gehts mit der Flex. Ich hab dafür unter 'nem Euro ausgegeben.

Dann kommt es darauf an, wie du die Füllmenge des neuen Öls bestimmst. Ich habe es nach dem Füllstand gemacht, andere messen das Volumen im Messbecher ab.
Ich habe mir hierfür ein entsprechendes Werkzeug (Röhrchen mit Zentimeterskala, Schlauch und Spritze) als Set am großen Fluss gekauft.
Hier noch einige Ratschläge, die das Leben dabei einfacher machen:
- Nach dem Ausbau des Rads im noch eingebauten Zustand der Gabelholme die Inbusschraube am Fuss der Gabelholme lockern. Nicht zu weit, weil dir sonst gleich das Öl entgegenkommen kann.
- Die Klemmung der oberen Gabelbrücke lösen
- Den Verschlussstopfen oben lösen
Dann weiter mit der Beschreibung wie im Wiki.
Denke daran, du brauchst immer den Druck des Verschlussstopfens auf alle Innereien der Gabel um die unteren Imbussschrauben festziehen zu können. Fehlt das, dann drehen sich die Innereien mit und verhindern das Festziehen. Für das Lockern gilt das Selbe, deshalb rate ich, die Schraube gleich zu Anfang etwas zu lockern.
Ersatzteile (minimal):
- Neue Simmerringe
- Neue Staubschutzkappen (empfohlen)
- Neue Kupferbeilagscheibe zum Abdichten der Inbusschrauben
Weils mir passiert ist: Ganz unten bei den Innereien kommt dir eine Aluhülse entgegen. Sie ist nur lose aufgesteckt und landet schnell mal auf dem Boden. Da Alu, hat man dann schnell einen Beschädigung an der Hülse. Also, a bisserl uffpasse!
Viel Spass. Das ist ne schöne Arbeit.
Posting automatisch zusammengeführt: 07.06.2026, 19:47
Für dieses Röhrchen mit Zentimeterskala, Schlauch und Spritze vom Fluss kann ich allerdings nur eine bedingte Empfehlung aussprechen, da ich den Röhrchendurchmesser für die Viskosität des Öls als etwas unterdimensioniert empfinde.
Posting automatisch zusammengeführt: 07.06.2026, 19:54
Das Altöl solltest du bei jeder Kfz-Werkstatt abgeben können. Die verkaufen das Altöl üblicherweise weiter, weil das ein Wertstoff ist. Lass dir also dafür kein Geld abnehmen.
Ja, absolut, das kannste sehr gut selber machen. Ich befinde mich in der gleichen Situation und hatte den Simmerringtausch vor 3 Monaten auch selbst gemacht.
Plane nur genügend Zeit ein, denn ich habe ca. 5 Stunden gebraucht. Ein Geübter wird das, denke ich, in der halben Zeit schaffen.
Ganz ohne Spezialwerkzeug würde es gehen, denke ich. Empfohlen wird aber ein Eintreiberwerkzeug für die neuen Simmerringe.
Das kannst du dir ohne Probleme selber aus einem 40er PP-Rohr bauen, das du der Länge nach aufsägst. Schneller gehts mit der Flex. Ich hab dafür unter 'nem Euro ausgegeben.
Dann kommt es darauf an, wie du die Füllmenge des neuen Öls bestimmst. Ich habe es nach dem Füllstand gemacht, andere messen das Volumen im Messbecher ab.
Ich habe mir hierfür ein entsprechendes Werkzeug (Röhrchen mit Zentimeterskala, Schlauch und Spritze) als Set am großen Fluss gekauft.
Hier noch einige Ratschläge, die das Leben dabei einfacher machen:
- Nach dem Ausbau des Rads im noch eingebauten Zustand der Gabelholme die Inbusschraube am Fuss der Gabelholme lockern. Nicht zu weit, weil dir sonst gleich das Öl entgegenkommen kann.
- Die Klemmung der oberen Gabelbrücke lösen
- Den Verschlussstopfen oben lösen
Dann weiter mit der Beschreibung wie im Wiki.
Denke daran, du brauchst immer den Druck des Verschlussstopfens auf alle Innereien der Gabel um die unteren Imbussschrauben festziehen zu können. Fehlt das, dann drehen sich die Innereien mit und verhindern das Festziehen. Für das Lockern gilt das Selbe, deshalb rate ich, die Schraube gleich zu Anfang etwas zu lockern.
Ersatzteile (minimal):
- Neue Simmerringe
- Neue Staubschutzkappen (empfohlen)
- Neue Kupferbeilagscheibe zum Abdichten der Inbusschrauben
Weils mir passiert ist: Ganz unten bei den Innereien kommt dir eine Aluhülse entgegen. Sie ist nur lose aufgesteckt und landet schnell mal auf dem Boden. Da Alu, hat man dann schnell einen Beschädigung an der Hülse. Also, a bisserl uffpasse!
Viel Spass. Das ist ne schöne Arbeit.
Posting automatisch zusammengeführt: 07.06.2026, 19:47
Für dieses Röhrchen mit Zentimeterskala, Schlauch und Spritze vom Fluss kann ich allerdings nur eine bedingte Empfehlung aussprechen, da ich den Röhrchendurchmesser für die Viskosität des Öls als etwas unterdimensioniert empfinde.
Posting automatisch zusammengeführt: 07.06.2026, 19:54
Das Altöl solltest du bei jeder Kfz-Werkstatt abgeben können. Die verkaufen das Altöl üblicherweise weiter, weil das ein Wertstoff ist. Lass dir also dafür kein Geld abnehmen.
Zuletzt geändert von lippes am 07.06.2026, 19:54, insgesamt 4-mal geändert.
- lippes
- cb-500.de User
Re: Gabel leckt
Vielen Dank für deinen Bericht. Die Sache mit der Aluhülse habe ich nicht ganz verstanden. Vermutlich wird sich mir das erschließen, wenn ich die Gaben auseinander baue.
- Paul
- Stellt sich noch vor ;) (mit 25 Beiträgen)
Re: Gabel leckt
Du hast den Wikibeitrag https://www.cb500-wiki.de/doku.php?id=fahrwerk_und_rahmen:gabel:gabelreperatur gesehen.
- gmbo
- Stammuser
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