Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon JUL » 26.05.2025, 10:00

Moin Markus,
falls du so ein Nachbau Lenker orderst berichte hier gerne mal ob die was taugen. Würde mich interessieren :up:
Ich empfinde die CB in Schräglage auch etwas rumpelig bzw "kipplig". Daran muss man sich erst gewöhnen, bzw. evtl. mit besseren Federbeinen nachbessern.
Sehr flott kann sie allerdings schon bewegt werden. Gibt ja etliche Videos vom Herrn Schaaf auf Youtube die das eindrucksvoll beweisen.
JUL
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon KarlMeiDrobbe » 26.05.2025, 11:21

Der Herr hat ein anderes Risikoempfinden, als normalsterbliche. Eindeutige Anzeichen vom erreichen des Grenzbereiches (aufsetzender Schalldämpfer und "wobble") sind bei ihm keine Warnzeichen, sondern völlig normale Fahrzustände. Nicht zuletzt deshalb hat er seine "kleine Honda" ja auch schon mal eindrucksvoll weggeworfen...

Natürlich lässt sich die CB durchaus ambitioniert bewegen, gerade wegen ihrer Leichtfüssigkeit und Wendigkeit. Andererseits gehen diese Fahreigenschaften halt auf Kosten der Stabilität. Wer auf unebenen Strassen bei stärkerer Schräglage ein mulmiiges Gefühl bekommt, wenn die CB plötzlich wabbelt wie ein Aal, hat einfach einen gesunden Überlebensinstinkt.

Sich an Schräglage zu gewöhnen ist gut und schön – Aber bitte auf dafür geeigneten Strassen mit glattem Belag...
Zuletzt geändert von KarlMeiDrobbe am 26.05.2025, 11:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon Chickenmarkus » 12.06.2025, 18:22

Mit Wabbeln in der Kurve zu fahren zeugt auch von fehlendem Risikoempfinden! Wie soll ein Fahrwerk auf unvorhergesehene Fahrbahnänderungen reagieren, wenn es bereits mit normalen Verhältnissen überfordert ist?

Der Lenker als Fahrwerksoptimierung? Und wenn ich Rückenschmerze habe, lege ich mir eine Reißzwecke in den Schuh, damit ich das eigentliche Problem nicht mehr merke, oder was? Wie bereits von KarlMeiDrobbe geschrieben und ich es bisher bei allen Originalfahrwerken erfahren habe, passt einfach die Federrate und damit einhergehend die Dämpfung nicht zum Fahrzeug (aus Sicherheitsgründen immer überdämpft) - und bei der CB bekanntermaßen ganz besonders nicht! Deswegen wechselt man das Gabelöl auf etwas passenderes oder - besser noch - die Gabelfedern und Federbeine. Ich kenne niemanden, der das bereut hat und nicht von einer signifikanten Verbesserung berichtet hat.
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon KarlMeiDrobbe » 14.06.2025, 16:43

Das (seitliche) Wabbeln ist ein eindeutiges Warnzeichen dafür, dass Schräglage und Fahrbahnbelag nicht zueinander passen und sollte entsprechend ernst genommen werden.

Ignoriert man das gewohnheitsmäßig, kann man auf Youtube berühmt werden – und absegeln...

Leider gibt es beim Wabbeln kein "An oder Aus", sondern vielmehr eine graduelle Verschlimmerung bei zunehmender Schräglage.
Das Fahrwerk spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle. Ein schlechtes Fahrwerk treibt eventuell zusätzlich nach aussen, und lässt den kritisch wabbeligen Bereich tendenziell gar nicht erst zu. Mit besser funktionierendem Fahrwerk bleibt der Seitenhalt auch bei schlechter Fahrbahn souverän erhalten, und ermöglicht so überhaupt erst das Erreichen der "Wabbelgrenze".

Der Lenker hingegen beeinflusst das direkt: im Extrem, mit stummellenkern, oder überspitzt, wenn man einfach an der Gabelbrücke festhalten würde, hat man einen ultra schlechten Hebel, und die Fahrbahn macht mit dem Lenkwinkel einfach, was sie eben will. Hat man hingegen z.B. einen Ultrabreiten Lenker, kann man die selbe Kurve mit schlechtem Straßenbelag einfach ein klitzekleines Bisschen schneller Fahren, bevor es zu gefährlich wird, oder man gar die Kontrolle verliert.

Ich habe das Wabbeln schon erlebt, obwohl ich noch weit davon entfernt bin, die Rasten zu kratzen. Die Strassen sind hier halt teils echt Katastrophal...


Aber eigentlich ging es hier ja um das plötzlliche abkippen der CB zum Kurveninneren hin, bei Spitzkehren und Haarnadeln – besonders be schlechtem Belag.

Das kann ein breiterer Lenker auch etwas mildern. Natürlich verändert sich die Geometrie dadurch nicht grundlegend, und das Verhalten bleibt bestehen, aber es lässt sich eben etwas leichter korrigieren.

Der Fairness halber sei erwähnt, das sich das Abkippen mit einem längeren Hebel durchaus auch leichter auslösen oder verstärken lässt...
Zuletzt geändert von KarlMeiDrobbe am 14.06.2025, 16:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon JUL » 15.06.2025, 12:41

KarlMeiDrobbe » 26.05.2025, 11:21 hat geschrieben:Der Herr hat ein anderes Risikoempfinden, als normalsterbliche. Eindeutige Anzeichen vom erreichen des Grenzbereiches (aufsetzender Schalldämpfer und "wobble") sind bei ihm keine Warnzeichen, sondern völlig normale Fahrzustände. Nicht zuletzt deshalb hat er seine "kleine Honda" ja auch schon mal eindrucksvoll weggeworfen...


Haha da stimm ich dir zu, ist schon extrem. Meines Wissens hat er sich aber nicht mit der CB gemault, sondern mit einem größeren Moped.
Die CB ist auch modifiziert, gibt da ein Video wo er dies vorstellt. Ich glaube Ikon Federbeine hinten und Wilbers Federn vorne.
JUL
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon KarlMeiDrobbe » 15.06.2025, 14:12

Ich meine mich erinnern zu können, dass er in der Reflektion nach seinem Unfall erwähnte, dass ihm nicht bewusst war, wie hart auf Kante er im Grenzbereich der CB unterwegs war.

Daraus habe ich geschlussfolgert, dass er sich auch mit der CB hingelegt hat. – aber ich mag mich täuschen.

Bin gerade zu faul, das zu recherchieren...

Erstaunlich ist eigentlich, dass es so lange gut ging!

Posting automatisch zusammengeführt: 15.06.2025, 13:50

konnte es doch nicht lassen...:

https://www.youtube.com/watch?v=gp1pOUj76Q4

Du hast also Recht:
Pressemaschine, Africa Twin, zuviel schräglage.

Gott sei Dank:
Dann können wir ja alle ganz beruhigt weiter mit kratzenden Fussrasten durch schlecht asphaltierte Kuven wabbeln... :undweg:
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon JUL » 15.06.2025, 15:09


konnte es doch nicht lassen...:

https://www.youtube.com/watch?v=gp1pOUj76Q4

Du hast also Recht:
Pressemaschine, Africa Twin, zuviel schräglage.

Gott sei Dank:
Dann können wir ja alle ganz beruhigt weiter mit kratzenden Fussrasten durch schlecht asphaltierte Kuven wabbeln... :undweg:


Haha, ein Hoch auf dein Sarkasmus. Kratzende Fußrasten hab ich noch gar nicht hinbekommen. Muss noch üben ;)
Zuletzt geändert von JUL am 15.06.2025, 15:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon markus. » 23.07.2025, 05:53

JUL » 26.05.2025, 10:00 hat geschrieben:Moin Markus,
falls du so ein Nachbau Lenker orderst berichte hier gerne mal ob die was taugen. Würde mich interessieren :up:
Ich empfinde die CB in Schräglage auch etwas rumpelig bzw "kipplig". Daran muss man sich erst gewöhnen, bzw. evtl. mit besseren Federbeinen nachbessern.


Hallo zusammen,
das ist jetzt etwas peinlich aber ich habe hier mehrfach reingeschaut und mich gewundert, warum keine neuen Antworten zu dem Thema kommen...bis ich jetzt gerade gemerkt habe, dass es auf Seite 2 weitergeht. :roll: :oops:

Ich habe mir zwischenzeitlich diesen Lenker hier für insgesamt 46€ (inklusive Währungsumrechnung durch Paypal, Einfuhrumsatzsteuer, Verzollungskosten usw.) über Ebay aus GB geordert: https://www.ebay.de/itm/314555698186?mk ... media=MORE

Der Anbau klappte bis auf ein paar Kleinigkeiten gut und ich habe den Lenker nun schon ein paar Fahrten lang getestet. Aber von vorne...der Lenker ist im Vergleich zum Originallenker deutlich leichter (geschätzt halb so schwer), was aber größtenteils auf die Honda Lenkergewichte im Originallenker zurückzuführen sein kann. Diese Gewichte habe ich aus dem Originallenker trotz viel herumprobieren und Anleitungsvideos schauen nicht herausbekommen. Da der neue Lenker jedoch sowieso nicht diese kleinen Lochbohrungen an den Lenkerenden hat, wo diese Lenkergewichte einrasten beschloss ich die Gewichte im Lenker einfach wegzulassen.

Der neue Lenker weißt eine etwas geringere Krümmung auf, als der Originallenker und geht somit einen kleinen Schritt Richtung Superbikelenker. Von der Breite geben sich die beiden glaube ich nichts aber ich habe gerade die Messungen nicht parat.

Das nächste kleine Problem war der Choke, der über den neuen Lenker nur mit sehr viel Bremsenreiniger und Überredungskunst drüberwollte und jetzt deutlich schwergängiger geht als beim alten. Dort waren jedoch auch der Lack und das Metall unter dem Choke komplett blank gerieben. Wenn ich es jetzt nochmal machen würde, tät ich 1mm vom Plastik des Chokes innen mit einem schleifer etwas abtragen, bis er relativ leicht über den Lenker geht. So hoffe ich jetzt, dass sich das durch oftmaliges betätigen von alleine gibt.

Der neue Lenker hat in der Mitte bei den Klemmen keine ganz so starken Rillen (sollen vermutlich ein ungewolltes verdrehen in den Klemmen verhindern) wie der Originallenker aber nachdem ich die Klemmen gemäß Drehmoment festgezogen hatte konnte ich seither nicht feststellen, dass der Lenker sich verdreht hätte.

Das größte Problem des neuen Lenkers ist jedoch, dass das Löchlein für die Gasgriffarmatur ca. 0,5 bis 0,8 cm zu weit außen liegt, sodass die Plastikhülse des Gasgriffs diese 0,5 bis 0,8 cm über das Metall des Lenkers hinausschaut. Bis jetzt wirkte sich das aber nicht bewusst negativ aus. Auf der Kupplungsseite ist das Löchlein für die Armatur korrekt gebohrt.

Im Gegenteil, ich finde das Fahrgefühl mit dem neuen Lenker deutlich schöner und kontrollierter. Das kann natürlich an der geringeren Krümmung und dem geringeren Lenkergewicht liegen. Leider vibriert es an den Händen bei höherer Geschwindigkeit und Drehzahl doch recht arg. Das war an der Maschine zwar schon immer sehr spürbar, da ich auch noch die Naked Bike Variante habe, aber könnte das durch das geringere Gewicht des Lenkers mehr geworden sein? Schaffen außen angebrachte Lenkergewichte da etwas abhilfe? Ich habe sowieso vor der Optik halber und als kleiner Schutz für den Lenker welche anzubringen. Könnte der kleine Überhang der Gasgriffhülse da problematisch werden?

Danke und Gruß

Markus
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon Flyingbrick » 23.07.2025, 09:08

Guten Morgen Markus,
da sind ja einige vermeidbare Probleme zusammen gekommen. Fangen wir mal von vorne an:

Die Lenkergewichte sind im Verhältnis 2:1, das heißt, das innere Gewicht ist doppelt so schwer wie das äußere. Um das Gewicht heraus zu bekommen, baust Du am noch montierten Lenker erst die Griffe ab. Die Blechnasen der Gewichte, die in die Bohrungen am Lenker fassen, drückst Du mit einem kleinen Schraubendreher nach innen. Dann schraubst Du eine lange Schraube M6 mit einer möglichst großen Unterlegschraube in das Innengewinde der Gewichte, daran kannst Du sie mit Kraft ausziehen.

Du hast einen besonders leichten Lenker genommen -der dann natürlich besonders stark vibriert. Da er aus Alu ist, würden Deine Innengewichte hier auch nicht passen, denn damit Alu genug Stabilität bekommt, muss es dickwandiger sein -der Innendurchmesser ist also kleiner.

Wenn due Chokearmatur nicht passt, weil der Lenker im Außendurchmesser zu dick ist, klemmen auch die anderen Armaturen stramm auf dem Lenker. Das dürfen sie nicht, der Halt der verschraubten Schaltereinheit kommt nur durch das Fassen der Plastiknase in die Bohrungen im Lenker. Die Schrauben dienen nur dazu, die Hälften miteinander zu verbinden. Presst Du sie damit so zusammen, dass sie auf den Lenker drücken, reißen sie aus.

Deswegen müssen auch die Bohrungen korrekt sitzen.

Zum Anziehen der Lenkerklemmungen brauchst Du keinen Drehmomentschlüssel und ich fürchte auch, sie haben zwar das korrekte Drehmoment, sind aber trotzdem falsch angebaut. Auf den Klemmböcken sind Körnerpunkte. Sie müssen nach vorn zeigen, also zu den Instrumenten. Diese beiden Schrauben an den Körnerpunkten müssen zuerst vollständig angezogen werden. Bei korrekter Montage siehst Du dann zwischen Gabelbrücke und Klemmbock an der hinteren Seite einen etwa 2mm breiten Spalt. Erst dann schraubst Du diese hinteren Schrauben fest und erzeugst damit eine Klemmung, egal ob geriffelt oder nicht. Mit dem Drehmomentschlüssel vorne und hinten gleichmäßig angezogen bleibt die Klemmung ungenügend, weil der Spalt nicht entstehen kann!

Der Gasgriff darf nicht über das Lenkerende hinaus schauen. Bei einem Sturz oder eben dem Klemmen durch Anbau von Gewichten oder Kappen kann der Gasgriff blockieren und der Motor dreht bei eingelegtem Gang bis sonstwohin. Das ist lebensgefährlich!

"Nur mal schnell den Lenker tauschen" ist also nicht ganz so trivial, wie man denkt. Und, Zitat, "ohne Umbauaufwand" geht eseben nicht.

@JUL:
Da Du ja selbst sagst, dass Schräglagen nicht so Dein Ding sind und Du das Fahrverhalten als kipplig beschreibst:
Bevor Du in Federbeine investierst, deren Vorteile vermutlich noch deutlich außerhalb Deiner Fahrweise liegen, lass bitte mal Deine Reifen checken. Ich glaube persönlich eher, dass die kantig gefahren sind und/oder auch Sägezähne gebildet haben. Das was Du beschreibst, hört sich danach an und kantige Reifen werden von Kurvenangst erzeugt, Kurvenangst von kantigen Reifen.
Zuletzt geändert von Flyingbrick am 23.07.2025, 09:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon KarlMeiDrobbe » 23.07.2025, 09:40

Flyingbrick » 23.07.2025, 09:08 hat geschrieben:Zum Anziehen der Lenkerklemmungen brauchst Du keinen Drehmomentschlüssel...


:huch: :

Bitte erst vorn an den erwähnten körnerpunkten mit dem Drehmomentschlüssel auf Drehmoment anziehen, dann hinten mit dem Drehmomentschlüssel auf Drehmoment anziehen.

Auf "sicher ist sicher" gut festknallen wäre hier genauso schädlich und gefährlich, wie zu zärtliches anziehen.

natürlich will man nicht mit einem losen lenker herumfahren, aber mit bis kurz vor dem zerreissen gedehnten Schrauben oder ausgerissenen Gewindegängen sicher auch nicht.

"Profis" haben das vielleicht im Gefühl, aber Profis haben auch einen Drehmomentschlüssel und setzen den ein, wann immer möglich und sinnvol... Sicher ist sicher...


Flyingbrick » 23.07.2025, 09:08 hat geschrieben:@JUL:
Da Du ja selbst sagst, dass Schräglagen nicht so Dein Ding sind und Du das Fahrverhalten als kipplig beschreibst:
Bevor Du in Federbeine investierst, deren Vorteile vermutlich noch deutlich außerhalb Deiner Fahrweise liegen, lass bitte mal Deine Reifen checken.


Auch da muss ich widersprechen: Auch ich bin kein Kurvenräuber, habe nen daumendicken "Angststreifen" und meine Reifen sind früher oder später immer ziemlich viereckig. :oops: Trotzdem liegen die Vorteile eines funktionierenden Fahrwerkes spürbar deutlich innerhalb meiner Fahrweise.

Genaugenommen funktioniert so ein fahrwerk sogar am besten, wenn die Schräglage nicht allzu stark ist, und verliert mit zunehmender Schräglage an Einfluss, aber das hatten wir ja schonmal.

Die Wechselbeziehung der viereckigen Reifen und der Unsicherheit in Kurven ist natürlich real.
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon JUL » 23.07.2025, 21:49

Flyingbrick » 23.07.2025, 09:08 hat geschrieben:@JUL:
Da Du ja selbst sagst, dass Schräglagen nicht so Dein Ding sind und Du das Fahrverhalten als kipplig beschreibst:
Bevor Du in Federbeine investierst, deren Vorteile vermutlich noch deutlich außerhalb Deiner Fahrweise liegen, lass bitte mal Deine Reifen checken. Ich glaube persönlich eher, dass die kantig gefahren sind und/oder auch Sägezähne gebildet haben. Das was Du beschreibst, hört sich danach an und kantige Reifen werden von Kurvenangst erzeugt, Kurvenangst von kantigen Reifen.


Nein, die sind nicht kantig. Vor 2 Monaten gabs zwei neue BT46. Ich mag Schräglage und taste mich immer weiter ran. Aktueller Status: Angststreifen daumendick
Zuletzt geändert von JUL am 23.07.2025, 21:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon Flyingbrick » 24.07.2025, 02:25

Ah, okay. Das hört sich gut an.
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon markus. » 24.07.2025, 04:10

Hallo Micha,

wenn die Gewichte im Lenker selbst doppelt so schwer sind wie der Lenker ist klar, warum mir der neue so leicht vorkam. Was für ein Gewicht sollten die neuen Lenkerenden jetzt haben, um das fehlende Gewicht im Lenker auszugleichen?

Von der linken Armatur ist diese Nase unten aus Plastik und teilweise schon gebrochen gewesen. Dennoch hält sie bis jetzt. Ich meine, dass diese Nase auf der rechten Seite aus Metall oder zumindest einem anderen Material ist, wie es sich meiner Meinung nach auch gehört. Da mir die Empfindlichkeit der Plastikarmaturen bewusst war, habe ich diese behutsam und nicht übermäßig festgeschraubt. Ich hoffe sie halten noch eine lange Zeit.

ich habe beim Anbau des Lenkers darauf geachtet, dass die von dir erwähnte Körnung wie zuvor nach vorne in Richtung der Armaturen zeigt. Beim Anziehen der Schrauben entstanden auch bei mir diese kleinen Spalte von ca. 1-2 mm. Das kann natürlich auch am scheinbar minimal dickeren Lenker liegen. Anschließend habe ich die Schrauben mit Drehmoment festgezogen und die Spalten waren sozusagen verschwunden.

Um das Problem mit dem Gasgriff zu beheben, sehe ich aktuell nur eine Möglichkeit, und das wäre, ein neues Loch für die Nase der rechten Armatur in den Lenker zu bohren. Ist das ein Problem, da dieses ja sehr nah (max. 1cm) am derzeitigen Loch liegen wird? Hat jemand praktischere Vorschläge oder auch Einwände dagegen?

Grüße Markus
markus.
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon Flyingbrick » 24.07.2025, 05:03

Guten Morgen Markus,

das Verhältnis 2:1 bezieht sich auf die Gewichte des inneren Gewichtes (2) zum äußeren Gewicht (1), das heißt das innere Gewicht wiegt doppelt so viel wie das äußere. In einen Alulenker (soll besonders leicht sein) kannst Du nicht sinnvoll ein schweres Gewicht einbauen. Die ganze Aktion, einen unbekannten Lenker in England zu kaufen, war jetzt irgendwie am Thema vorbei und die Vibrationsprobleme eines Alulenkers bekommst Du durch Gewichte auch nicht weg. Für den kleineren Innendurchmesser dieser Lenker gibt es "Lenkergewichte" von 38 lächerlichen Gramm, da kannst Du die auch gleich weg lassen.

Mit der Klemmung bist Du auch noch nicht auf dem richtigen Weg. Es geht nicht darum, irgendwo einen Spalt zu bilden. Gabelbrücke und Klemmung sind so geformt, dass die Klemmung vorne plan aufliegt und sich hinten ein Spalt bildet, so wie auf diesem Bild.

VC30843_lenkerklemme_lenkeranbaukit_schwarz_02_shop.jpg


Das funktioniert aber nur, wenn Du auch zuerst vorne am Körnerpunkt die Schrauben anziehst und die hintere Schraube bis dahin lose lässt! Das Ziel ist nicht, dass der Spalt "verschwindet", wie Du schreibst, sondern nur durch das Anziehen der hinteren Schraube nach der vorderen klemmst Du den Lenker ein -wie in einer Zange, die ja auch an einem Ende (zu den Griffen hin) geschlossen ist und am anderen offen, um Druck auf das Werkstück auszuüben. Der Spalt bleibt sicht- und fühlbar!

Die Nasen sind deswegen weggebrochen, weil eben jemand die Schrauben angeknallt hat, ohne über den Sinn nachzudenken oder hinzuschauen. Da geht es nicht um Metall oder Plastik, sondern über das Verstehen der Funktion. Wenn man weiß, was man macht, halten die Armaturen ein Leben lang, egal aus welchem Material. Natürlich kannst Du da das passende Loch bohren, aber nach den bisherigen Ergebnissen des Umbaus zu urteilen, würde ich persönlich schlicht den Orginallenker wieder montieren.
Zuletzt geändert von Flyingbrick am 24.07.2025, 05:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon KarlMeiDrobbe » 24.07.2025, 10:56

Hat der Lenker überhaupt eine ABE?

Weil: falsch vorgebohrt, sollte ja eigentlich nicht sein, wenn das Ding als passend geprüft wurde.

LSL erlaubt laut ABE maximal 2 Löcher pro Seite, steht nichts drin, ist bohren prinzipiell nicht erlaubt.

Oder ist der als "original nachbau teil" ohne ABE zulässig? Dann sollten Bohrungen, Material und Krümmung doch dem Original entsprechen? :kratz:
KarlMeiDrobbe
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Re: Alternative zum Originallenker ohne Umbau Aufwand

Beitragvon markus. » 05.10.2025, 12:36

Hallo zusammen,

ich habe mir wertig erscheinende Highsider Lenkergewichte geholt. Diese kamen mit unterschiedlichen Distanzhülsen, wodurch nun der noch ganz minimal überlappende Gasgriff geschützt und absolut freigängig ist. Die Vibrationen haben sich durch die Lenkergewichte spürbar verbessert und sind nicht stärker als vor dem Lenkerumbau.

Insgesamt gefällt mir die CB nun sowohl optisch als auch fahrtechnisch deutlich besser. Kein Wunder, da der alte Lenker ja verbogen war. Um sicherzugehen habe ich sie dann gleich bei einer großen Tour über die Alpen getestet und bin sehr zufrieden. Ich war deutlich schneller und stabiler in den Kurven unterwegs als das Mal zuvor.

Bezüglich der ABE vertraue ich darauf, dass es als Originalnachbau durchgeht. Ich werd den Verkäufer mal anschreiben, ob er was schriftliches hat. Beim TÜV gab es aber keinerlei Probleme.

Gruß Markus
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