Brixton Motorcycles

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Brixton Motorcycles

Beitragvon Biggi » 11.10.2025, 21:54

Mir ist gerade dieses hübsche Retro-Motorrad online vor die Nase gefahren, gibts in verschiedenen Kubikklassen.
Luftgekühlter Einzylinder, 4-Takter.
Ich find die sooo knuffig. :wohow:
So als Bike for Fun oder zur Arbeit bei Schönwetter. Leicht, handlich, schick, günstig...

Brixton Cromwell
Kennt jemand so ein Bike, schon mal gesehen, gehört, gefahren?
Zuletzt geändert von Biggi am 11.10.2025, 21:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Brixton Motorcycles

Beitragvon JUL » 12.10.2025, 11:57

Moin Biggi, mein Cousin hatte mal so ein Bike. Also die 125cc Version. Meines Wissens hatte er in den 2/3 Jahren die er sie gefahren hat, keine Probleme damit.
Ich durfte mal ne Runde damit drehen. Hab das ganze recht "komfortabel" in Erinnerung. Für eine 125er wahrlich kein Leistungswunder (11ps, maximal 100km/h) und alles eher weich abgestimmt.
Ziemlich breiter Lenker drauf. Für die Stadt / zur Arbeit fahren absolut ok. Landstraße wird schon grezwertig damit. Fährst halt immer am Limit^^.
Ansonsten aber hübsches Ding und qualitativ gemessen am Preis obsolut in Ordnung.
Falls du dir so ein Teil holen willst, würde ich mich sehr genau bzgl. der Ersatzteilverorgung informieren. Habe in Erinnerung das Brixton insolvent gegangen ist. Bin mir aber nicht mehr ganz sicher...
JUL
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Re: Brixton Motorcycles

Beitragvon Flyingbrick » 12.10.2025, 15:23

Nein, Brixton war nicht insolvent, aber der Importeur KSR.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man es bei all diesen Fabrikaten mit umgelabelter Chinaware zu tun hat. Das heißt, die Firma kauft ein Fahrzeug bei einem chinesischen Hersteller und vertreibt es hier unter ihrem Namen. Was das für die Fahrzeugqualität gerade in der 125er Klasse bedeutet, deren Fahrzeuge in China zu dreistelligen Kosten nach rein chinesischen Maßstäben gefertigt werden, möchte ich öffentlich nicht erklären. Die Ersatzteile können von heute auf morgen nicht mehr verfügbar sein und ja, die braucht man -ständig. Vertragshändler sind oft nur Monate existent und verkaufen heute diese, morgen jene Marke. Logischerweise ohne Ersatzteil-Lagerhaltung.

Mein Nachbar hat den dritten Motor verbaut, ich kenne chinesische "Marken"fahrzeuge, die nach wenigen METERN einen Motorschaden hatten, weil im Werk ein Ventilkeil vergessen wurde. Das war NICHT Brixton, aber ein absolut vergleichbares, wenn nicht sogar baugleiches Fabrikat. ICH würde auf absolut gar keinen Fall mehr Chinafabrikate kaufen.
Zuletzt geändert von Flyingbrick am 12.10.2025, 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brixton Motorcycles

Beitragvon Biggi » 17.10.2025, 12:57

Danke für die Meinungen hierzu.
Ich habe mittlerweile auch einige unschöne Probleme gelesen, die die erste Euphorie gedämpft haben.
Mir hat halt die Optik gut gefallen, zusammen mit dem recht geringen Gewicht. Und dass es zB auch eine 250er gibt, mit 145 kg fahrbereit.

Nun kann man sagen, ja andere bauen doch auch Retro Motorräder, mit besserer Qualität, z.b. Honda GB 350S, aber die bringt 178 kg auf die Waage. Das find ich für ne 350er ziemlich schwer.

Ich glaub das Angebot/ Nachfrage für kleinere leichtere Motorräder ist im asiatischen Markt viel ausgeprägter, als in Europa. Klein und leicht gibt's hier nur als Enduro. Oder Roller :|
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Re: Brixton Motorcycles

Beitragvon Flyingbrick » 17.10.2025, 18:55

Euro 5+ macht die Maschinen allgemein schwerer. Riesenauspuff, Aktivkohlefilter, ABS...das wiegt. KTMs neue 390 Enduro R wiegt auch 165 Kilo, das sind 23 Kilo mehr als meine CRF300L.
Man darf auch nicht vergessen, dass hinter Firmen wie Honda, selbst wenn auch die viele kleine Modelle in Thailand bauen, eine über Jahrzehnte gesicherte Ersatzteilversorgung steht. Nicht nur, dass ich da Honda als Hersteller mehr zutraue als chinesischen Firmen, es wird auch händlerseitig viel mehr Wert auf Konstanz gelegt. Wer Honda-Vertragshändler sein will, brauht eine Meisterwerkstatt, einen ansprechenden Verkaufsraum und er muss das gesamte Honda-Sortiment, ausgenommen die Goldwing, immer präsent haben. Das legt die Messlatte sehr hoch. Die chinesischen Hersteller wollen den Markt schnell durchdringen und im Grunde kann fast jeder Vertragshändler werden. Das ist erstmal schön, weil das Händlernetz groß erscheint, aber auf Nachhaltigkeit ist da nichts ausgerichtet. So schnell die Händler aus dem Boden schießen, so wenig Mühe müssen sie sich kurz- und insbesondere langfristig um Kunden und Marke geben. Der mir bekannte Händler hatte in den ersten Jahren seiner Existenz zahlreiche Fabrikate als Vertragshändler, darunter auch Brixton. Doch davon ist nichts mehr übrig. Teilweise war er weniger als ein Jahr zuständig, von den Kunden der ersten Stunde kann dort niemand mehr Ersatzteile bekommen.
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