Honda gekauft

Benzingespräche rund um das Motorrad und das Motorradfahren. Bitte keine technischen Probleme hier posten.

Re: Honda gekauft

Beitragvon Wizard » 10.01.2019, 14:09

Die CB ist jetzt gereinigt,aber die goldenen Felgen muss ich mit einem milden Reiniger und einer weichen Bürste nochmal nacharbeiten.
Zündkerzen konnte ich mit zwei Fingern herausdrehen,habe neue mit Alupaste und 18Nm eingebaut.
Kühlflüssigkeit ist jetzt auch komplett neu .
Tank ist abgebaut und der Vergaser ausgebaut,die Gaszüge sind locker frei,aber die Drosselklappen sind sehr schwergängig.
Die Ansaugstutzen sind Knochenhart und werden gegen neue ausgetauscht.
Der Tank reinigt sich gerade selber vom Rost,heisses Wasser und Zitronensäure,noch ist er dicht.
Mal schauen was von ihm übrig bleibt.
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Re: Honda gekauft

Beitragvon RoteCB500 » 10.01.2019, 20:29

Die Säure nachher unbedingt mit Natron+Wasser neutralisieren. Denn nach dem Rost nimmt sie sich das Metall vor und kann nach dem Rost entfernen tatsächlich für Flugrost sorgen. Dann schön trocknen (Heizung) oder Fön und Innen gut mit Öl einnebeln. Das vom Rost befreite Metall fängt sonst sofort wieder an zu rosten.
Warum der Tank von Werk aus nicht so empfindlich ist? Der Hersteller nutzt Phosphorsäure. Das bildet eine dünne, inaktive Schicht auf dem Metall und verhindert in Maßen Rost. Dein ehemals rostiger Tank hat diese Schutzschicht nun nicht mehr und ist daher wesentlich empfindlicher.

Die Ansaugstutzen sind übrigens immer Steinhart. :)

Die Drosselklappe am besten mit viel Sprühöl und vorsichtigem Bewegen gangbar machen. Ist nur eine Frage der Geduld.
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Re: Honda gekauft

Beitragvon Wizard » 13.01.2019, 12:15

Neue Ansaugstutzen sind bestellt.
Der CB Tank ist vom Rost,losem Schmutz befreit und blank,seit zwei Tagen behandele ich ihn mit Rostumwandler durch schütteln drehen
und sämtlichen Anstrengungen um eventuelle nicht sichtbare Rostpartikel in einen Haftvermitler umzuwandeln und das rosten in der Wartezeit
bis demnächst die Tankbeschichtung bei mir ankommt zu verhindern.Da ich einen zweiten top Tank für die CB habe natürlich in falscher Farbe,kann ich mir Zeit nehmen und in Ruhe die Maschine Warten und einen neuen Tüv darauf machen.
Den Tank werde ich mehrfach selber beschichten und dabei immer wieder den Belüftungskanal vorsichtig durchblasen um ihn offen zu halten.
Der originale Tank ist von aussen so schön vom Lack,das ich den wieder weiter verwenden möchte.
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Re: Honda gekauft

Beitragvon ijontichy » 13.01.2019, 16:06

Ich hab den Tank meines Gespanns zweimal mit Zitronensäure entrostet und nichts beschichtet. Da ist mir das Risiko zu hoch, dass etwas passiert.
Das war im Frühling 2016 und seitdem ist der Tank von innen blitzeblank. Ich schau halt immer, dass ich volltanke, bevor sie abgestellt wird. Aber das macht man ja eh. Schließlich will man aufsteigen und losfahren. Nicht erst zur Tanke
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Re: Honda gekauft

Beitragvon Wizard » 13.01.2019, 17:58

Was passiert mit dem Ethanol im Tank?
Ethanol gilt als Bioalkohol. Alkohole sind hygroskopisch, d. h. Wasser sammelt sich im Tank und bildet dort einen idealen Nährboden für Mikroorganismen wie Bakterien, Hefe und Pilze. Bei längeren Standzeiten bauen diese den Alkohol an der Grenzschicht zwischen Wasser und Alkoholgemisch dann zu Essigsäure um.
Essigsäure?
Essigsäure im Tank entsteht, wenn Bakterien den Alkohol (das Ethanol) unvollständig veratmen. Dazu benötigen diese Kleinstlebewesen eine große Menge Sauerstoff, welcher systembedingt in jedem Tank vorhanden ist. Durch die Bewegungen des Kraftfahrzeugs beim Fahren wird der Treibstoff immer wieder neu mit Sauerstoff angereichert und durchmischt. Aber auch ohne die Anwesenheit von Mikroorganismen führt bereits die reine Alterung des Ethanols, in Verbindung mit Sauerstoff, über Oxidation zu Essigsäure im Tank. Die Korrosionsschäden, welche die Essigsäure dann an Stahlblechtanks und Metallteilen der Kraftstoffversorgungsanlage anrichtet, sind verheerend.
Denn Essigsäure ist der natürliche Feind jeglichen Metalls. Essigsäure gehört zu den schnellsten und aggressivsten Korrosionsbeschleunigern überhupt.a
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Re: Honda gekauft

Beitragvon ijontichy » 14.01.2019, 07:17

In E10 sind im Schnitt knapp 6% Ethanol enthalten. Normales Super hat im Schnitt 2,7%. Wieviel Wasser sollen die zusätzlichen 3% Ethanol denn ziehen? Des ist nichts weiteres als Panikmache. Fakt ist, dass man problemlos E10 fahren kann, wenn es der Hersteller zulässt. Ich fahre in sämtlichen Fahzeugen E10 und habe weder bei meinen, noch den Fahrzeugen die ich in der Werkstatt betreue jemals einen Schaden gehabt, den man auf E10 zurückführen kann. Die Gemischaufbeteitung beim Benziner ist eh ziemlich solide. Ich kenne auch keinen einzigen Kollegen, der von erhöhten Ausfällen berichten kann.

Im Gegensatz dazu kann es bei einem SuperPlus (mit erhöhtem Oktan) zu Startschwierigkeiten kommen, weil die für Motoren mit höheren Verdichtungen gedacht sind. Gerade im Zweiradbereich hatte ich den Fall schon öfters. Wir haben mal elend viel Arbeitszeit in einer Kawa versenkt, bis der Kunde dann damit rausrückte, dass er SuperPlus plus Oktanzusatz tankte. "Weil des ist ja gut, hab ich gelesen."
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Re: Honda gekauft

Beitragvon Wizard » 14.01.2019, 09:07

In diesem Treat geht es um ein Motorrad das sechs Jahre in der Garage an Ort und Stelle mit fünf Liter Benzin gestanden hat.
In dieser Zeit ist das Benzin in eine Essigsäure umgewandeld und hat dafür gesorgt das der komplette Tank innen verrostet ist.
Es hat keiner behauptet das durch Benzin mit 5% oder 10% Bio Anteilen ein Motorschaden entstanden ist,ausserdem warum ist
es in der Autoindustrie schon seit vielen Jahren üblich,Kuststofftanks in zum Beispiel BMW,Nissan usw. Modellen einzubauen.
Obwohl auch hier wenn nicht ganz spezielle Kunststoff zusammen Mischungen verwendet werden,das Benzin durch den Tank
ausdünstet.Besonders alte Kunststofftanks von alten Gelände Motorrädern Motocross,Strassen GS Maschinen,oder meinen XT`s
mit Acerbis-Tank wo Beulen hinter dem Lack durch Ausgasen enstanden und nach neu Lackierungen wieder kamen.
Solange ein Fahrzeug jeden Tag oder jede Woche gefahren wird,das Benzin sich im Tank hin und her bewegt ,regelmäßig
ausgetauscht und LUFT aufnimmt durch hin und her Wellenbewegung passiert am Stahl oder Alutank nichts.
Es ist schon seit vielen Jahren auch in der Fahzeugindustrie-Herstellung bekannt das Oldtimer und Jungtimer heutzutage durch
dieses gepanschte Benzin Probleme haben,mit verrosteten Tanks.Und der Diesel ist durch diese Bioanteile auch nicht mehr haltbar
wie vor dieser Panschereizeit,da konnte ein Motor noch nach 10 Jahren auf dem alten Diesel gestartet werden und lief.
Dieses ganze Problem wissen die meisten Leute nicht und lassen Ihre Stehmotorräder, die mit Glück viermal im Jahr bewegt werden,oder
als Laternenparker draussen stehen, ohne Benzinzusatz im Tank wie zum Beispiel Bactofin das zuminsdest für viele Monate hilft
Wasser im Benzin zu binden und wieder mit zu verbrennen und ein gutes anspringen bewirkt.
Ich persönlich habe nichts dagegen wenn einer keine ( Platzmässig ) Schraubermöglichkeit hat, nicht das nötige Werkzeug oder das
Handwerkliche Wissen wie es geht und nicht das Geld um mal eben einen Vierzylinder Vergaser in der Werkstatt für 350€ reinigen
Ultraschallen zu lassen.Das dieser Mensch dann eine Dose Spezialreiniger mit der Angabe des Herstellers z.B. ein Milliliter auf ein Liter
in den Tank füllt um seinen Vergaser,Einspritzanlage,Drosselklappen, Einspritzdüsen und allen Bauteilen die mit Benzin in Berührung kommen
vorsorglich zu reinigen, schützen oder Slick 50 dem Motor und Getriebeöl beigibt.Mann sollte nur Herstellerangaben beachten und nicht
mit Zuviel übertreiben.
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Re: Honda gekauft

Beitragvon Wizard » 16.01.2019, 19:41

Der originale Vergaser ist jetzt komplett zerlegt in alle Teile,ging leicht auseinander,im Innenbereich sieht es natürlich im ersten Moment etwas wild aus.
Alles ist grün und braun mit getrocknetem Benzin bis zum schwarzen Schmodder an Düsenstöcke alle Löscher komplett zu,Nadeln kleben leicht fest am Düsenstock,Hauptdüsen zu.
Es ist nur eine Drosselklappe die schwergängig beweglich ist,ansonsten ist alles ganz und kann wieder weiter verwendet werden.
Die ersten Teile nur aus Metall liegen schon in Verdünnung,den Rest werde ich Ultraschallen und nach dem abspülen mit Wasser einige Zeit in
Waffenöl legen.Der Vergaser wird schon wieder zum laufen kommen.

Posting automatisch zusammengeführt: 16.01.2019, 19:38

Heute sind die neuen Ansaugstutzen angekommen,so weiche hatte ich noch nicht in den Fingern.
Da wurde ganz schön Weichmacher reingegeben.

Posting automatisch zusammengeführt: 16.01.2019, 19:41

Tankversiegelung habe ich heute Morgen bestellt,1 Liter von Wagner muss noch einen Oldtimer Tank in angriff nehmen.
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