Corona-App

Themen die mal nichts mit der CB 500 zu tun haben.

Moderator: Free-sky

Corona-App

Beitragvon Free-sky » 24.06.2020, 21:31

Ich muss noch was loswerden, wir mir persönlich sehr am Herzen liegt....

Es ist natürlich schön, dass in etlichen Bundesländern die Corona-Beschränkungen gelockert werden, vieles ist wieder möglich, was lange untersagt war.
Es hat aber auch seine Schattenseiten.
Zum einen gibt es ein ausgefallenes FT'20, auf der anderen Seite hört man jeden Tag wieder von neuen HotSpots.

Ich möchte jedem empfehlen, sich die offizielle Corona-Tracing-App auf sein Smartphone zu laden und auch zu aktivieren. Und aktiv zu halten. Immer.
Das gilt vor allem für Menschen die sich beruflich viel außerhalb ihrer "Komfortzone" bewegen müssen. Ich weiß, wovon ich rede/schreibe.
Oder aber die sich ohne große Kontaktbeschränkungen mit anderen treffen, zu welchem Zweck auch immer.

Es geht hier nicht um Misstrauen anderen Gegenüber, aber die Berichte und Erkenntnisse, die vom RKI veröffentlicht werden, machen sehr deutlich, dass die Mithilfe aller notwendig ist, um diese Krise in den Griff zu bekommen.
Vor allem die wissenschaftlichen Berichte über Corona Infizierte, die keinerlei Symptome hatten, aber trotzdem den Virus unbewusst weitergegeben haben, verunsichern mich.
Genau da hilft die App, Infektionswege nachvollziehen zu können und die Ausbreitung einzudämmen.

Ich weiß, es gibt unendlich viele Gegner dieser App, aber ganz ehrlich : Wer einen Facebook oder WhatsApp oder Instagram oder TickTock Account hat, gibt viel mehr persönliche Daten preis, als in dieser Corona App.

Ich bin 57 Jahre alt und gehöre wegen Asthma zu den bekannten Risikogruppen. Deshalb sind Petra und ich auch nächste Woche nicht in der sächsischen Schweiz.
Ich möchte noch viele Jahre diese eine Leben genießen, ich habe nur dieses eine, nicht mehr.
Und ich bin bereit viel zu tun, um in dieser Pandemie gesund zu bleiben und zu helfen, sie in den Griff zu bekommen.
Helft ihr auch bitte!
Free-sky
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Re: Corona-App

Beitragvon KarniRex » 25.06.2020, 00:45

Servus Carsten,

ich habe mir auch viele Gedanken um den Einsatz dieser App gemacht und bin zu der Entscheidung gekommen, diese nicht einzusetzen.

Das hat nichts mit Egoismus zu tun - ich gehöre mit ähnlichem Alter wie Du auch zur einer Risikogruppe - sondern den gesellschaftlichen Folgen dieses sozialen Experiments. Denn nichts anderes ist das.

Free-sky » 24.06.2020, 21:31 hat geschrieben:Wer einen Facebook oder WhatsApp oder Instagram oder TickTock Account hat, gibt viel mehr persönliche Daten preis, als in dieser Corona App.

Das alles habe ich nicht, bin aber trotzdem wegen dieser Corona-App besorgt.

Free-sky » 24.06.2020, 21:31 hat geschrieben:Und ich bin bereit viel zu tun, um in dieser Pandemie gesund zu bleiben und zu helfen, sie in den Griff zu bekommen.

Das bin ich auch. Aber nicht ohne die womöglichen Auswirkungen auf das zukünftige Leben meiner Kinder, Enkel und der ganzen Gesellschaft abzuwägen.

Die Zukunft wird zeigen, dass das Maß der Begehrlichkeiten seitens der Politik mit der Verbreitung der App steigen wird. Mit medialer Schützenhilfe und einem Angstszenario werden wir - die Bürger - dazu getrieben, sich eine von der Regierung projektierte App auf ihrem Smartphone zu installieren. Im „Erfolgsfall“ wird es sicherlich nicht bei der vergleichsweise harmlosen Corona-App bleiben. Wenn die Regierung merkt, dass die Bürger unter bestimmten Rahmenbedingungen sich freiwillig per App selbst kontrollieren, wird dies nur der Startschuss für weitere Projekte sein. Eventuell für Projekte, die dann vielleicht alles andere als harmlos sind.

Die gesellschaftlichen Risiken einer solchen App sind deshalb nicht zu unterschätzen. Die Nutzung der App ist zwar „freiwillig“, aber die Bundesregierung hat auch beharrlich sämtliche Forderungen ignoriert, diese „Freiwilligkeit“ und das damit verbundene Diskriminationsverbot für „Nicht-Nutzer“ gesetzlich zu garantieren. Da sollte man schon hinterfragen, warum die Politik sich dagegen wehrt. Stellen wir uns vor, der Arbeitgeber würde die Nutzung der App vorschreiben oder Restaurants nur Nutzern der App eine Sitzplatzreservierung anbieten, wäre dies eine Diskriminierung und mit der Freiwilligkeit wäre es schnell vorbei. Das geht mir alles zu weit.

Das ist keine Paranoia oder Verschwörungstheorie. Denken wir nur daran, dass Spahn plante, die Daten zentral zu speichern. Beim nächsten Mal kann das schon sein. Und wie das weitergeht, kann keiner sagen... Da Angst schon immer ein schlechter Berater war, lass' ich das sein.

Bleib gesund und alles Gute.
KarniRex
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Re: Corona-App

Beitragvon Flyingbrick » 25.06.2020, 08:42

Kommt auf gar keinen Fall auf mein Handy...
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Re: Corona-App

Beitragvon Hondareiter » 25.06.2020, 09:10

Auch Inge und ich werden diese App nicht benutzen.
Uns wird auch keiner irgendeinen neuen Impfstoff spritzen oder ein Ship einsetzen
und wir zahlen nur mit Bargeld.
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Re: Corona-App

Beitragvon Hausboot73 » 25.06.2020, 10:27

Moin!

Auch ich bin ein Gegner diese App, aber mehr aus dem Grund, wie die App funktioniert:

CHIP Artikel

Wenn man mit seinem Smartphone samt Tracing-App zum Einkaufen geht, kann es passieren, dass man zwar gewarnt wird, weil man mit einer infizierten Person in Kontakt war. Doch was soll man dann tun? Laut Schneier sind die Infos der Apps zu dünn, als dass man daraus etwas Sinnvolles ableiten könnte.
Andersrum habe es auch überhaupt keine Aussagekraft, wenn es keine Benachrichtigung gibt, so der Sicherheitsexperte weiter. Unter dem Strich handelt es sich also um eine App, die nicht funktionieren wird, weil sie weder bestimmen kann, ob jemand infiziert ist, noch ob jemand nicht infiziert ist.


Zumal man freiwillig melden muss, das man "im Falle das" infiziert ist.

Just my 2 cents

MfG
Hausboot73
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Re: Corona-App

Beitragvon Fortinbras » 25.06.2020, 17:02

Die App hat mich gestern informiert, dass ich noch keine Risiko-Kontakte hatte. Hätte mich aber auch grundsätzlich erstmal gewundert.
Fortinbras
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Re: Corona-App

Beitragvon MagdaCB500S » 25.06.2020, 17:53

Kein Facebook, kein Instagram, WhatsApp-Ausnahme vor allem wegen Arbeitsplanungen...kein Corona-App...
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Re: Corona-App

Beitragvon TW » 25.06.2020, 18:05

Hallo,

seit heute hat meine Familie diese App auf den Handys.

Gruß
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Re: Corona-App

Beitragvon Stjopa » 25.06.2020, 18:57

Angst vor Überwachung und bösem Staat, aber dann für jeden einsehbar in einem öffentlichen Forum posten, dass man ein paranoid-subversives und damit offensichtlich (überwachungs-)staatsgefährdendes Element ist! :mrgreen:
Stjopa
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Re: Corona-App

Beitragvon Froschuwe » 25.06.2020, 21:34

Nein danke, kommt mir nicht auf´s Handy.
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Re: Corona-App

Beitragvon Presi » 25.06.2020, 22:21

Ich finde es sehr gut, wie besonders die ersten beiden Beiträge hier formuliert wurden - einerseits mit der Sorge vor Ausbreitung und Infektion sowie Bitte um Solidarität und andererseits mit Sorge vor zuviel Überwachung und staatlicher Kontrolle. Dazu dann auch die Diskussion über die Effizienz der App. So sollte es sein.

Ich bin ebenfalls Risikopatient, aber meine Sorge gilt eher noch älteren Risikofällen. Selbst Angst habe ich keine. Ohne moderne Medizin wäre ich seit einigen Jahren tot und ich betrachte das zusätzliche Leben als Geschenk und bin dafür dankbar. Und Covid-19 löst bei mir nicht wesentlich mehr Todesängste aus als eine Grippe (auch wenn ich das Risiko ähnlich sehe, möchte ich das damit aber nicht gleichgesetzt sehen, Stichwort Impfung und Medikation). Grippe interessierte bisher aber - sorry - keine Sau.

Inzwischen wissen wir ja einiges und die heute veröffentlichte Ischgl-Studie gibt Gewissheit, dass die allermeisten Infizierten gar nicht spürbar erkranken. Und wer erkrankt, hat ganz überwiegend milde Verläufe. Dennoch gibt es absolut nicht wenige schwere Fälle und die gilt es natürlich zu begrenzen. Deshalb Abstand, Masken und v.a. Hände waschen.

Zur App bin ich gespalten: Ich sehe sie derzeit nicht als Überwachungs- und Kontrollinstrument, potentiell natürlich ja, aber vor einem entsprechenden Update eher nein.
Sie kann gefühlte Sicherheit bieten und dazu führen, dass Menschen mit erhöhtem Risiko durch Information vorsichtiger werden.
Aber hilft die wirklich? Sie misst ja nicht meinen Abstand zu jemand anderem, sondern den Abstand meines Smartphones zu dem Smartphone von jemand anderem.
Egal ob Gesicht zugewandt oder abgewandt, ob eine Scheibe oder sonstwas dazwischen ist (Ubahn-Waggon Ende und Anfang, im Stau auf dem Motorrad neben einem Auto...) oder nicht.
Der mutmaßlich Infizierte, also Covid-19-positiv Getestete (muss deswegen nicht positiv sein bei PCR-Tests), dessen Smartphone in der Nähe meines Smartphones war, kann, aber muss nicht alarmieren. Evtl. kann auch jemand alarmieren, der nicht positiv getestet wurde (?).

Und wenn ich also einen Alarm bekomme, dann weiß ich nicht, wo und wann das gewesen sein soll, kann also auch nicht auf Stichhaltigkeit prüfen.
Auch die Parameter (Abstand, Dauer) sind mir nicht bekannt und deshalb für mich nicht überprüfbar.

Ich mache mir also Sorgen, werde verunsichert, bekomme vielleicht sogar Angst und kann oder will sogar nicht mehr aus dem Haus gehen - klar wird man ja vorsichtiger, aber Sorgen können auch Gesundheitsrisiken sein, von Schlafstörungen bis Depressionen.
Aber in den allermeisten Fällen werden diese Sorgen vollkommen unbegründet sein, ich werde nicht infiziert sein, aber die Lebensqualität bis zu diesem Wissen wird bis dahin deutlich gelitten haben. Und dann kommt vielleicht der nächste Alarm, wieder Verunsicherung, wieder Abklärung, ob getestet werden soll, wieder horcht man übertrieben in sich rein.

Nein, das halte ich nicht für hilfreich, ich sehe da bisher eher Nach- als Vorteile, werde das aber unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen immer wieder neu bewerten.
Presi
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Re: Corona-App

Beitragvon chaosracer » 25.06.2020, 22:47

Schön geschrieben, Carsten, einleuchtend noch dazu. Meine Frau ist gänzlich Gegnerin solcher Apps und hält das Ganze auch eher für eine Art von Marketing, eine Ansicht, die in Russland ein breites Publikum findet. Ich dagegen überlege ob ich mir so eine App installieren sollte, allein aus dem Grunde, weil wir desto mehr wissen, je mehr Leute mitmachen. Das was bereits von Werk auf einem jeden Smartfone installiert ist, verrät privaten Firmen bereits mehr über uns, als diese Gesundheitsapp es tut - und hier können wir unserer Gesellschaft helfen.
chaosracer
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Re: Corona-App

Beitragvon Blackshadoo 93 » 25.06.2020, 23:40

Schließe mich hier Grundsätzlich KarniRex, Presi und Hondareiter an!

Ich habe mich Heute Mittag mal mit der App befasst da mein Arbeitgeber kurz davor ist eine anwendung auf dem Diensthandy vorzuschreiben.

Beim Anwenden der App Kommuniziert mein Handy also mit anderen Handys welche die App ebenfalls Aktiviert haben. Ist also ständig am Messen und Dokumentieren wie der Kontakt zu anderen Handys ist, ungeachtet der erwähnten möglichen widerstände von Glasscheiben Sitzposition ect.
Eine Zentrale Speicherung soll ja nicht stattfinden, also werden alle Daten der anderen Handys "Dezentral" auf meinem Handy für 21 Gespeichert soweit ich das verstanden habe.
Fortinbras hat geschrieben:Die App hat mich gestern informiert, dass ich noch keine Risiko-Kontakte hatte. Hätte mich aber auch grundsätzlich erstmal gewundert.

Kommen wir mal zur genannten vollen Verschlüsselung und Anonymität.

Wenn eine Infizierte Person sich dann wohlgemerkt als Positiv getestet einträgt und diesen Code oder PIn kriegr ( unabhängig davon, dies ist mir als Person zugeordnet und damit nachverfolgbar ) wird eine Meldung an den Hauptserver mit den verschlüsselten Daten gegeben welcher dann die anderen Nutzer die "Möglicherweise Kontakt hatten Informiert.
Heißt im Umkehrschluss für mich, scheißegal wie stark verschlüsselt meine Daten sind, mein Feste Adresse / IP / Sonstwas meines Handy ist bekannt um mich Kontaktieren zu können und auf mich verfolgbar.

Die App soll keine Standorte, Uhrzeiten oder andere dinge Speichern. Lediglich den Kontakt und Zeit zu anderen App nutzern.
Selbst wenn ich also eine meldung erhalte weiss ich nicht wann, wo oder wie ich mich in den letzten 21 Tagen angesteckt haben könnte. Super :up:
Lediglich das ich infiziert sein könnte, wie Presi schon schrieb: Unsicherheit, aufkommende Panik ect.

Ich sehe die App als effektiv ineffektiv!

Die Regierung hat zwar die Freiwilligkeit der App versprochen, jedoch nicht Gesetzlich zugesichert.
Mit einem Update kann aus einer "Tracing" App auch schnell eine "Tracking" App werden!

Ich befürworte jeglichen Schutz aller Menschen und Altersgruppen, auch weil ich ebenfalls als Junger Mensch Risikopatient bin.
Diese App werde ich dennoch nicht benutzen.
Blackshadoo 93
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Re: Corona-App

Beitragvon Takeshi » 27.06.2020, 12:10

Hausboot73 » 25.06.2020, 10:27 hat geschrieben:Moin!

Auch ich bin ein Gegner diese App, aber mehr aus dem Grund, wie die App funktioniert:

CHIP Artikel


Wer die App nicht installieren will, soll es halt lassen.

Aber wenn ich hier lese: kommt mir nicht aufs Handy... kein Facebook, kein Dies, kein Das...

Es nervt, dieses typisch deutsche Meckerverhalten, die Paranoia vor den Regierungsvertretern und einer möglichen Überwachung.

Der sogenannte Sicherheitsexperte der PC-Zeitschrift führt theoretisches blabla als Kritik an der App an, ringt um Gründe, die zur Nichtverwendung raten sollen.
Auf mich wirkt das immer wie das Motto: "Wer den Hund schlagen will, findet auch einen Knüppel."

Meine Meinung ist, dass dieses Land mit seinen Entscheidungsträgern gut bis sehr gut reagiert und agiert, was diese Krise angeht. Ich erlebe jeden Tag aufs Neue, dass Menschen durch die derzeitigen Problemlagen in existentielle Schieflage geraten. Werden sie im Stich gelassen? Nein! Niemand verliert seine Wohnung, muss hungern oder ist nicht mehr krankenversichert. Ein Telefonat als Antragstellung und ein wenig Mithilfe reichen.
Das ist in nicht vielen Ländern der Fall. Der Staat, dessen Teil man ist, springt für einen ein. Ein gemeinschaftlicher Akt.

Jetzt bittet man darum, eine App zu installieren, die eventuell nicht immer richtig arbeitet und einem vielleicht das Gefühl gibt, überwacht zu werden, obgleich sich ein Bewegungsmuster schon durch ein angeschaltetes Handy erstellen lässt.
Man könnte also sagen, dass man aufgefordert wird, etwas für die Gemeinschaft zu tun, dass Einigen oder gar Vielen eventuell helfen könnte. Zur Gemeinschaft etwas beisteuern. Ein wenig helfen, ganz ohne Anstrengung oder gar Einsatz von eigenen Mitteln. Nein, es wird abgelehnt, jedenfalls einem Großteil und das aus von mir nicht nachvollziehbaren Gründen.

Und da habe ich dann wieder die Bestätigung meines Eindrucks. Nämlich dem Eindruck, dass die Gemeinschaft mit ihrem solidarischen Prinzip von viel weniger Menschen getragen, aber von fast allen bereitwillig genutzt wird.

Ziemlich traurig.
Takeshi
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Re: Corona-App

Beitragvon Supertyp » 27.06.2020, 14:40

Das Problem ist nicht die App und noch nicht mal der Virus, sondern nur das der neuartige Virus nachgewiesen werden kann UND das die ganze Welt in Panik versetzt wurde. Von wem und warum auch immer.
Könnten wir das Virus nicht nachweisen würden wir von der ganzen Geschichte nichts bemerken. Wäre es ein normaler Grippevirus wäre das, auch bei erheblich mehr Todesopfern wie in 2018 und 2019, höchstens eine Meldung auf Seite 3 wert und kein Grund für Beschneidung der Grundrechte, Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und hunderte Milliarden Euro Verschuldung und was sonst noch alles kommen mag.

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html
Supertyp
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Re: Corona-App

Beitragvon Stjopa » 27.06.2020, 14:53

Danke, Jens!
Das deckt sich mit meiner Meinung.
Wobei die Haltung hier im Forum möglicherweise leider mit der generell in Deutschland übereinstimmt.
Bei zwei Zusammentreffen mit mehreren Freunden hab ich das Thema angesprochen und war jeweils der Einzige, der die App auf dem Handy hatte. :(
Zuletzt geändert von Stjopa am 27.06.2020, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Corona-App

Beitragvon MagdaCB500S » 27.06.2020, 15:39

Takeshi » 27.06.2020, 12:10 hat geschrieben:
Hausboot73 » 25.06.2020, 10:27 hat geschrieben:Moin!

Auch ich bin ein Gegner diese App, aber mehr aus dem Grund, wie die App funktioniert:

CHIP Artikel


Wer die App nicht installieren will, soll es halt lassen.

Aber wenn ich hier lese: kommt mir nicht aufs Handy... kein Facebook, kein Dies, kein Das...

Es nervt, dieses typisch deutsche Meckerverhalten, die Paranoia vor den Regierungsvertretern und einer möglichen Überwachung."

Hallo Takeshi,
ich fühle mich hier gerade angesprochen aufgrund vom "kein Facebook, kein Dies, kein Das"...
Zuerst, das war meine Äußerung zu dem Anfang vom Thread:"Ich weiß, es gibt unendlich viele Gegner dieser App, aber ganz ehrlich : Wer einen Facebook oder WhatsApp oder Instagram oder TickTock Account hat, gibt viel mehr persönliche Daten preis, als in dieser Corona App."

Ich kann dich versichern, dass zumindest in meinem Fall, es ist kein typisches deutschen Mecker-verhalten, denn ich keine deutsche bin, zweitens hat auch nichts mit der Paranoia und Angst vor der Regierungsüberwachung zu tun... :P Jeder hat seine Grunde...und es soll es so bleiben...
Ich fühle mich hier nicht verpflichtet mich zu rechtfertigen warum und wieso tue ich etwas oder lasse ich lieber, genauso wie ich es von dir oder den anderen es nicht verlange zu wissen oder schon gar nicht zu verstehen, warum ihr es tut...
Und jeder soll es akzeptieren ohne schlechte Gefühle in sich dabei zu empfinden. Nur so stehen wir "auf der gleichen Diskussions-Position". Du bist Ok. und ich bin Ok. Sobald sich die Verhältnisse ändern und kippen zu einer Seite wegen subjektiv empfundenen schlechten Gefühlen, bleibt eine von den Seiten auf der verlorener und diskriminierter Position...


"Jetzt bittet man darum, eine App zu installieren, die eventuell nicht immer richtig arbeitet und einem vielleicht das Gefühl gibt, überwacht zu werden, obgleich sich ein Bewegungsmuster schon durch ein angeschaltetes Handy erstellen lässt."

Wenn man um etwas bittet, kann mit zwei Reaktionen rechnen: zusage oder absage und gerade wenn man sich bei einer "Zusage" nicht gut fühlt und ein komisches Gefühl dabei hat, dann soll vielleicht noch lernen etwas mehr assertiv zu werden (was natürlich nicht immer gut ankommt) und "nein, danke" sagen.
Wenn jemand sich dabei gut fühlt soll seinem Gefühl folgen doch ohne die andere dabei zu kritisieren, klein zu machen, sich zu ärgern und sonst etwas...
A pro po "überwachten" Bewegungsmuster...da kennen wir doch schon welche Beispiele alleine aus den großen Supermärkten wo wir doch nur mit den Einkaufswagen 'ne Runde drehen...



"Man könnte also sagen, dass man aufgefordert wird, etwas für die Gemeinschaft zu tun, dass Einigen oder gar Vielen eventuell helfen könnte. Zur Gemeinschaft etwas beisteuern. Ein wenig helfen, ganz ohne Anstrengung oder gar Einsatz von eigenen Mitteln. Nein, es wird abgelehnt, jedenfalls einem Großteil und das aus von mir nicht nachvollziehbaren Gründen."

Wie du siehst nicht jeder teilt deiner Meinung...und es gibt viele Wege etwas für die Gemeinschaften zu tun, manche sogar viel effektiver...
Und die Grunde anderen Menschen kann sehr oft keiner von uns nachvollziehen und soll es auch nicht tun...Nicht in diesem Fall und nicht in vielen anderen Situationen...Doch trotzdem muss du dich nicht darüber ärgern oder aufregen...es reicht nur oder auch gerade zu akzeptieren, dass jeder von uns Menschen anders ist und hat recht dazu, in Rahmen des Grungesetztes so zu sein wie er ist...

Liebe Grüße
Magda
Zuletzt geändert von gmbo am 27.06.2020, 21:17, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Corona-App

Beitragvon chaosracer » 27.06.2020, 18:21

Schön wäre es, wenn jeder von uns anders wäre. Gerade heute sehe ich immer mehr Klone von irgendwas.

Respekt an Jens! Das trifft es gut.
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Re: Corona-App

Beitragvon Presi » 27.06.2020, 22:07

@Magda: Schön geschrieben.
Niemand sollte sich rechtfertigen müssen, warum er eine App installiert oder nicht. Wir haben zum Glück noch die Freiheit dies selbst zu entscheiden; eine Blockwartmentalität lehne ich sowieso immer ab und ich würde darum bitten, diese nicht bei diesem sensiblen Thema auszuleben.

Ich hatte ja oben erwähnt, dass ich es gut finde, dass Carsten um Solidarität bittet. Viele denken so und viele trauen sich nicht zu bitten. Da kann man nur Respekt haben.
Aber: Dem kann man Folge leisten und diese App installieren, man muss es aber nicht und ist deswegen nicht gleich unsolidarisch.
Btw: Ich habe sie gestern installiert, allerdings nicht bei mir, sondern bei einem über 80-jährigen Nachbarn, dem ich im Alltag etwas helfe. Auch ein Stück Solidarität. Der interessierte sich für die App und ich habe ihm etwas erklärt, worum es dort geht und diese ihm auch anempfohlen, ich merkte schnell, dass er diese App als kleine zusätzliche Sicherheit sieht.

Ich tue das nicht. Ich habe mein Smartphone nicht immer am Körper. Und das Smartphone hat auch länger nahen Abstand zu Menschen, die hinter einer Tür oder einer Scheibe sind. Und PCR-Tests sind unzuverlässig. Undundund. Für mich ist diese App ein Stück Aktionismus. Derzeit. Dazu passen auch die Falschangaben der Regierung zur App.
Ich werde gern eines Besseren belehrt und lasse mich umstimmen, evaluiere permanent.
Haben sich die Befürworter denn damit beschäftigt, was sie tun, wenn sie eine Warnung erhalten haben? Lasst ihr euch dann testen? Würdet ihr dafür zahlen? Oder erst, wenn ihr krank werdet? Würdet ihr euch denn nicht testen, wenn ihr krank werdet und keinen Alarm bekommt? Geht ihr dann zur Arbeit? Fahrt ihr nach dem Alarm noch Bus und Bahn? Bleibt ihr dann nur zu Hause?

Ich möchte aber auch um Solidarität bitten: Bitte haltet Abstand und tragt Masken, wo es hilfreich sein kann. Wascht euch die Hände. Und helft mit, das Klima zu schützen, denn im auftauenden Permafrostboden stecken wohl noch ganz andere Viren, Viren, die die Menschheit seit ihrer Existenz noch nicht erlebt hat.

Edit: Einen Halbsatz geändert, statt Masken "im öffentlichen Raum" (quatsch) "wo es hilfreich sein kann".
Zuletzt geändert von Presi am 28.06.2020, 01:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Corona-App

Beitragvon gmbo » 27.06.2020, 23:03

Auch ich gehöre zu den Verweigerern der App. Daher nutze ich kein Smartphone, aber auch kein Faceb. Whatsapp usw.
Das ist meine grundsätzliche Verweigerung von totaler Überwachung
Ich besitze auch ein Handy, das ist aber eigentlich immer aus und hat keine Möglichkeiten zum Installieren einer App. (19 Tasten und kleiner Bildschirm)

Und ich gehe davon aus viel soziales Engagement zu haben.

Aber zu der App.
Ich selbst finde, dass da ein erster guter Kompromiss gefunden wurde.
Ob sie in er Form effektiv ist kann ich trotzdem nicht glauben.

Wenn da wenigstens eine echte Absicherung zur Nichtverwendung der Daten zu anderen Zwecken und ein Verbot zu umgehen der Freiwilligkeit wäre würde ch sie befürworten.

Andererseits sieht man immer wieder Maßnahmen, die eigentlich gar nicht wirklich machbar sind oder Erfolg versprechen müssten.
Z.B. Maskenpflicht ohne echte Aufklärung und Vorhandensein.

Wenn ich da an die vielen Radfahrer mit Maske denke, die Omas mit Rollator draußen den Berg hochlaufend nach Luft schnappen, die Leute in den Geschäften, die sich seit dem Sicherfühlen mit Maske an keine Abstandsregel halten und die eigentlich richtig teuer gewordenen Einwegteile dann meist noch mit den Einmalhandschuhen am Auto auf dem Parkplatz entsorgen.

Auch das jetzt Aufkommen von Tests nicht älter als 48H um ein Urlaubsquartier oder in ein Krankenhaus aufgenommen zu werden.
Ich müsste demnach alle 2 Tage einen Test machen der in der Auswertung mehrere Tage dauert und mit einer Unsicherheit sagt, ich hätte wahrscheinlich vorgestern keine Infektion.
Selbst mit der App hätte ich nicht die Möglichkeit festzustellen mit einem Infizierten zusammen gewesen zu sein und mich eventuell angesteckt zu haben.

Genauso wie ja jetzt schon der Ruf nach einem Immunitätsausweis laut wurde der ja wohl noch auf lange Sicht nicht wirklich ausgestellt werden kann, denn weder eine wirkungsvolle Impfung noch das Bestimmen einer Imunität ist möglich.

Ich wäre nicht soweit zu sagen, hier in Deutschland ist vieles richtig gemacht worden.
Notstandsgesetze und Wirtschaftsförderung der großen Betriebe werden gemacht.
Eigenverantwortung einfordern und Aufklärung auch in die Richtung wir müssen es so versuchen weil wir es zur Zeit nicht besser wissen.
Da wäre es auch besser sich über die Leiharbeit gerade auch im Gesundheitswesen, nicht nur auf Schlahthöfen Gedanken gemacht zu haben.
Wenn wir das gesamte Gesundheitsweswn nicht so profitorientiert fahren würden hätten wir mit Sicherheit da einige Leben verlängern können.

Der Tropfen auf den heißen Stein in Form einer Einmalzahlung, die wahrscheinlich nicht mal richtig ankommt bei gleichzeitig Aufweichung der Mindestbelegungen auf den Stationen halte ich nicht für alles gut gemacht.

So aber ich will jetzt mit den vielen Beispielen aufhören.

Ich gehe lieber auf noch ältere Menschen zu und erkläre ihnen, dass das "Bleiben sie zu Hause" ihrer Gesundheit mehr schadet und zeige ihnen wie sie auch in Geschäften einkaufen können um ihr Abhängigkeitssein sicher ein wenig ablegen zu können.

Bewegung an der frischen Luft, ohne Maske, hält alte Menschen am Leben, ebenso wie Selbstbestimmung in was kaufe ich mir zu Essen weil ich das gerade sehe und weil es gut aussieht und ich dadurch darauf Appetit habe.

öffentliche Innenräume wäre für mich der passendere Ausdruck.
Zuletzt geändert von gmbo am 27.06.2020, 23:03, insgesamt 1-mal geändert.
gmbo
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